Heinrich-Böll-Schule erneut als „Digitale Schule“ ausgezeichnet – Exzellenzstufe erreicht

Heinrich-Böll-Schule erneut als „Digitale Schule“ ausgezeichnet – Exzellenzstufe erreicht

Zum dritten Mal ist die Heinrich-Böll-Schule Fürth als „Digitale Schule“ ausgezeichnet worden. Bei der erneuten Zertifizierung erreichte die HBS in diesem Jahr zudem die Exzellenzstufe – eine besondere Anerkennung für die konsequente und nachhaltige Weiterentwicklung der digitalen Bildung an unserer Schule.

Die Auszeichnung wurde am 17. September 2026 im Rahmen einer landesweiten Ehrungsveranstaltung in Bensheim verliehen. Der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, würdigte gemeinsam mit der bundesweiten Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ insgesamt 88 Schulen aus Hessen. 42 Schulen erhielten das Signet „Digitale Schule“.

Für die Heinrich-Böll-Schule ist die erneute Ehrung etwas Besonderes: Bereits zum dritten Mal konnte die Schule die Fachjury überzeugen. Mit dem Erreichen der Exzellenzstufe wird dabei insbesondere sichtbar, dass digitale Schulentwicklung an der HBS kein zeitlich begrenztes Projekt ist. Vielmehr werden Konzepte entwickelt, erprobt, ausgewertet und kontinuierlich weiterentwickelt, sodass digitale Bildung dauerhaft im Schulalltag verankert ist.

Von „Digitale Welt“ zum verbindlichen Informatikunterricht

Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung des erweiterten Informatikunterrichts an der Heinrich-Böll-Schule. Als eine von zunächst zwölf hessischen Pilotschulen startete die HBS im Schuljahr 2022/23 mit dem neuen Unterrichtsfach „Digitale Welt“. Der Schulversuch verband informatische Grundlagen mit Medienbildung sowie gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Fragestellungen.

Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt hat die Heinrich-Böll-Schule inzwischen konsequent weiterentwickelt: Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 erhalten an der HBS zwei Wochenstunden verbindlichen Unterricht in „Digitaler Kompetenz“.

Damit beginnt informatische Bildung nicht erst in höheren Jahrgangsstufen oder als freiwilliges Wahlangebot. Bereits die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe erwerben systematisch informatische Grundkenntnisse und lernen, digitale Technologien nicht nur anzuwenden, sondern zunehmend auch deren Funktionsweise zu verstehen.

Die HBS setzt damit bereits heute einen Schwerpunkt, den das Land Hessen in den kommenden Jahren weiter ausbauen möchte. Ab dem Schuljahr 2027/28 soll nach den Planungen des Landes zunächst das einstündige Pflichtfach „KI und Digitale Welt“ in Jahrgangsstufe 5 eingeführt werden. Die HBS verfügt mit ihrem zweistündigen Unterricht in „Digitaler Kompetenz“ bereits heute über ein umfangreiches verbindliches Angebot in diesem Bereich.

Digitale Bildung ist mehr als technische Ausstattung

Die Auszeichnung „Digitale Schule“ betrachtet Digitalisierung umfassend. Bewertet wird nicht allein, welche technischen Geräte einer Schule zur Verfügung stehen. Entscheidend ist vielmehr, wie digitale Bildung im Unterricht und in der Schulentwicklung verankert ist und wie Schülerinnen und Schüler auf eine zunehmend digital geprägte Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden.

An der Heinrich-Böll-Schule zeigt sich dies inzwischen in vielen Bereichen des Schulalltags. Digitale Werkzeuge gehören selbstverständlich zum Unterricht, gleichzeitig werden informatische Kompetenzen gezielt und verbindlich aufgebaut.

Auch über den regulären Informatikunterricht hinaus bestehen Möglichkeiten des praktischen und kreativen Arbeitens. Im „MakerSpace“ können Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln, digital konstruieren, programmieren und schließlich praktisch umsetzen. Informatik und Digitalisierung werden so nicht nur theoretisch vermittelt, sondern unmittelbar ausprobiert und erfahrbar gemacht.

Dabei geht es der HBS ausdrücklich nicht um Digitalisierung um ihrer selbst willen. Digitale Werkzeuge sollen Lernen dort unterstützen, wo sie einen pädagogischen Mehrwert bieten. Ebenso wichtig sind ein reflektierter Umgang mit Medien, Datenschutz und Informationskompetenz. Mit der rasanten Entwicklung generativer Künstlicher Intelligenz gewinnt zudem die Fähigkeit an Bedeutung, digitale und KI-generierte Inhalte zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll einzusetzen.

Dritte Auszeichnung bestätigt nachhaltige Entwicklung

Das Signet „Digitale Schule“ wird jeweils für drei Jahre vergeben. Danach müssen Schulen erneut nachweisen, wie sich ihre digitale Schulentwicklung fortgesetzt hat. Dass die Heinrich-Böll-Schule nun bereits zum dritten Mal erfolgreich ausgezeichnet wurde und dabei die Exzellenzstufe erreicht hat, ist damit auch eine Anerkennung für die kontinuierliche Arbeit der vergangenen Jahre.

Hinter dieser Entwicklung stehen viele Menschen: Lehrkräfte, die Unterrichtskonzepte entwickeln und erproben, Schülerinnen und Schüler, die neue Lernformen mitgestalten, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und externe Partner, die die technische und pädagogische Weiterentwicklung unterstützen.

Kultusminister Armin Schwarz würdigte bei der Veranstaltung das Engagement der ausgezeichneten Schulen. Sie machten MINT- und digitale Bildung mit Engagement, Kreativität und Zukunftsorientierung lebendig und vermittelten jungen Menschen Kompetenzen, die sie für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg benötigen.

Die erneute Auszeichnung ist für die HBS deshalb mehr als ein Siegel an der Eingangstür. Sie würdigt die gemeinsame Arbeit der vergangenen Jahre und gibt zugleich Rückenwind für die weitere Entwicklung der digitalen Bildung.

Heinrich-Böll-Schule demnächst bundesweit „im Fokus“

Eine weitere Anerkennung steht bereits bevor: Die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ wird die Heinrich-Böll-Schule in ihrer Reihe „Im Fokus“ ausführlich porträtieren. Dort werden ausgezeichnete Schulen und ihre besonderen Konzepte vorgestellt. Die HBS erhält damit die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Ideen zur digitalen Schulentwicklung auch über die Region hinaus zu präsentieren.

Die dritte Auszeichnung und das Erreichen der Exzellenzstufe markieren damit keinen Abschluss. Sie stehen vielmehr für einen Entwicklungsprozess, der weitergeht. Denn „Digitale Schule“ zu sein bedeutet für die Heinrich-Böll-Schule nicht, einen einmal erreichten Stand zu bewahren, sondern digitale Bildung gemeinsam weiterzudenken und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Gruppenfoto mit Politikern und Lehrkräften bei der Ehrungsfeier zur Digitalen Schule

Gemeinsam neu durchstarten

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Digitale Welt zum Anfassen

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Abschlussveranstaltung der Materialwerkstatt an der Heinrich-Böll-Schule

Mit einer gelungenen Abschlussveranstaltung präsentierte die Heinrich-Böll-Schule Fürth die Ergebnisse ihrer mehrjährigen Arbeit als hessische Materialwerkstatt im Pilotfach „Digitale Welt“. Zahlreiche Gäste aus dem Hessischen Ministerium, der Lehrkräfte-Akademie, den Medienzentren sowie von Schulen aus der Region nutzten die Gelegenheit, die entwickelten Unterrichtsmaterialien kennenzulernen und sich über die Erfahrungen aus dem Projekt auszutauschen.

Schulleiter Alexander Hauptmann begrüßte die Gäste herzlich und bedankte sich für die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Partner. Besonders begrüßte er Herrn Odemer als Vertreter des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB), Frau Wilhelmi sowie Frau Isabell Braun von der Lehrkräfte-Akademie. Ebenfalls willkommen geheißen wurden Herr Christian Rößler von der IT-Abteilung des Kreises Bergstraße, Frau Maike Sattler Wolf, Leiterin des Medienzentrums Odenwaldkreis, sowie Herr Michael Krüger, Leiter des Medienzentrums des Kreises Bergstraße. Darüber hinaus freute sich die Schule über zahlreiche Lehrkräfte umliegender Schulen, die sich Anregungen für den eigenen Unterricht im Fach „Digitale Welt“ holen wollten.

Gäste der Abschlussveranstaltung in der Holzwerkstatt beim Essen

Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner für die erfolgreiche Entwicklung des neuen Unterrichtsfaches ist. Seit dem Schuljahr 2022/2023 gehört die Heinrich-Böll-Schule zu den zwölf hessischen Pilotschulen, die das Fach „Digitale Welt“ von Beginn an erprobt haben. Nach einer ersten freiwilligen Erprobungsphase wird das Fach seit dem Schuljahr 2024/2025 verbindlich in den Jahrgangsstufen 5 und 6 unterrichtet. Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern grundlegende Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln – von Informationskompetenz und Datenschutz über Programmierung bis hin zur reflektierten Nutzung digitaler Technologien.

Ein besonderer Dank galt den Lehrkräften der Heinrich-Böll-Schule, die während der vergangenen Jahre mit großem Engagement Unterrichtsmaterialien entwickelt, im Unterricht erprobt, ausgewertet und kontinuierlich weiterentwickelt haben.

Seit dem Schuljahr 2025/2026 gehört die Heinrich-Böll-Schule außerdem zu den fünf hessischen Materialwerkstätten für das Fach „Digitale Welt“. Im Rahmen dieses Projekts entstanden nicht nur eigene Unterrichtsmaterialien, sondern auch umfangreiche Ausstattungs- und Unterrichtskonzepte, die dokumentiert, rechtlich geprüft und so aufbereitet wurden, dass sie künftig auch anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden können. Die Abschlussveranstaltung bot den Gästen die Möglichkeit, diese Materialien im Rahmen eines „Marktes der Möglichkeiten“ sowie verschiedener Workshops und Mitmachangebote selbst kennenzulernen und auszuprobieren. Dabei standen sowohl analoge als auch digitale Unterrichtsansätze sowie Programmierangebote im Mittelpunkt.2 Lehrer arbeiten im Computerraum am PC

Die Heinrich-Böll-Schule versteht die Abschlussveranstaltung nicht als Ende des Projekts, sondern als wichtigen Meilenstein ihrer Schulentwicklung. Als Selbstständige Schule verfolgt sie das Ziel, sich langfristig als „Zentrum für digitale Unterrichtspraxis“ zu etablieren. Dazu sollen die gewonnenen Erfahrungen nachhaltig in den Schulalltag integriert und digitale Kompetenzen systematisch weiter ausgebaut werden.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, welchen Beitrag die Heinrich-Böll-Schule zur Weiterentwicklung der digitalen Bildung in Hessen leistet. Der intensive Austausch mit den zahlreichen Gästen machte deutlich, dass die entwickelten Materialien und Konzepte weit über die eigene Schule hinaus wertvolle Impulse für die Unterrichtsentwicklung an vielen weiteren Schulen geben können.

Maker Space der HBS mit Ausrüstung und Besuchern

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Explore Science

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Naturwissenschafts-Exkursion aller 8. Klassen in der Luisenpark nach Mannheim

Seit 2006 veranstaltet die Klaus Tschira Stiftung die naturwissenschaftlichen Erlebnistage „Explore Science“ für Kinder und Jugendliche. Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema „Digitale Welten“. Ziel der mehrtägigen Veranstaltung ist es, für die Naturwissenschaften zu begeistern. Besucher können an Experimenten und bei Mitmachangeboten selber forschen und entdecken.

Mit mehreren Bussen sind alle sechs 8. Klassen der Heinrich-Böll-Schule mit ihren betreuenden Lehrkräften in Mannheim am Luisenpark eingetroffen und haben den Tag genutzt, um der eigenen Neugier nachzugehen.
Bilder-Collage der Explore Science Veranstaltung 2022

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Amtlich zertifiziert: HBS ist eine digitale Schule

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Freude über Auszeichnung bei Schulleitung und Kollegium / Eine von 19 hessischen Schulen

Das Jahr 2021 geht mit Sicherheit in die Geschichtsbücher ein: zum einen wegen der Pandemie und zum anderen auf Grund der rasant einsetzenden Digitalisierung in allen Lebensbereichen. Gerade in den Schulen zeigte sich, wer frühzeitig und vorausschauend die Grundlagen für einen problemlosen Start in die neue Zeitrechnung schuf. Unstrittig ist, dass die Schulleitung der Heinrich-Böll-Schule – in enger Kooperation mit den Eltern und vertrauend auf ein engagiertes Kollegium – für optimale Rahmenbedingungen sorgte und den digitalen Schritt schon lange vor der Pandemie wagte.

„Mit dem Zertifikat ´Digitale Schule´ wird uns nun amtlich bestätigt, dass die Welt der neuen Medien und der digitalen Möglichkeiten an der Heinrich-Böll-Schule gelebte Realität ist“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann. Übrigens: Die HBS erhielt dieses Zertifikat im ersten Anlauf.

Der versierte Informatiker Alexander Hauptmann war es, der an der integrierten Gesamtschule die Initiative ergriff und frühzeitig auf ein Glasfaser gestütztes W-LAN setzte. Hauptmann ließ sich nicht vertrösten, sondern pochte permanent auf diese wichtige Ausstattung. Seine Hartnäckigkeit hatte Erfolg: Als eine der ersten Schule im Kreis verfügte die HBS über einen stabilen und vor allem auch schnellen Internetzugang, nicht nur in einigen Räumen, sondern flächendeckend: von Chemiefachraum bis hin zur Sporthalle. Sogar die Mensa verfügt über W-LAN. „Dadurch waren wir in der Lage, während der Pandemie Live-Unterricht aus jedem Klassenzimmer nach Hause zu ermöglichen“, bemerkt Hauptmann.

Der zweite Schritt war folgerichtig: Jetzt musste eine adäquate Ausstattung mit diversen Geräten realisiert werden. Dabei zeigte sich nicht nur der Schulträger, der Kreis Bergstraße, als sehr kulant, sondern auch die Hopp-Fondation. Ihr ist die Anschaffung von Tablet-Koffern zu verdanken. An der HBS können viele Klassen auf jede Menge Tablets zurückgreifen und nicht etwa nur eine oder zwei Klassen. Die Arbeit an Whiteboards ist ebenso Standard wie die Steuerung von CNC-Maschinen in der Zukunftswerkstatt oder die Programmierung eines 3D-Druckers. „Unser Ziel ist es, die Digitalisierung an unserer Schule so zu gestalten, dass sie dem aktuellsten Stand entspricht“, erklärt Schulleiter Hauptmann.

Der Unterricht während der unterschiedlichen Phasen in der Pandemie – vom Homeschooling bis hin zum Hybridunterricht – lief reibungslos. „Das Kollegium ging den eingeschlagenen Weg in die digitale Zukunft vom ersten Tag an mit. Die Begeisterung für die neuen Medien, für die pädagogischen Chancen war spürbar. Es herrschte eine regelrechte Aufbruchstimmung“, erinnert sich Hauptmann. Mittlerweile sei, so der Schulleiter weiter, der Einsatz von Laptop, Tablet und Whiteboard aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. „Unser Antrag auf digitalgestützten Unterricht wurde von den maßgeblichen Stellen deshalb sofort genehmigt“, erwähnt der Schulleiter mit Genugtuung.

 

Wer nun glaubt, die Heinrich-Böll-Schule gebe sich mit dem Erreichten zufrieden, befindet sich auf dem analogen Holzweg. Im Rahmen von zwei pädagogischen Tagen sollen weitere Schritte ausgelotet werden, wie das digitale Angebot und der digitale Unterricht weiter verbessert werden können. „Wir wollen und werden das neue digitalen Schulleben aktiv gestalten“, konstatiert Hauptmann.

Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz vernimmt solche Sätze mit Begeisterung, ist er doch der Überzeugung, „dass bei der Vermittlung wichtiger Kompetenzen immer stärker digitale Hilfsmittel zum Einsatz kommen“ und damit „ein Grundstein für den späteren beruflichen Erfolg“ der Schüler gelegt wird. Das Kultusministerium ließ im Rahmen der Zertifikatsverleihung verlauten, dass mit dem Erhalt des Siegels das Engagement der Schulleitungen und der Lehrkräfte gewürdigt und gestärkt werde, „die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.“

Was steckt hinter dem Zertifikat „Digitale Schule“? Der Kriterienkatalog der von den Schulen erfüllt werden muss, umfasst fünf Module. Dazu gehören unter anderem die Module „Pädagogik und Lernkulturen“, Qualifizierung der Lehrkräfte“ und „Technik und Ausstattung“. Die Ehrung ist wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig. Experten und Wissenschaftler beschäftigten sich intensiv mit den von den Schulen eingereichten umfangreichen Erläuterungen zu den Modulen.

„Dass wir zu den 19 führenden Schulen Hessens auf diesem wichtigen Gebiet gehören, macht uns stolz und motiviert uns gleichermaßen, weiter den eingeschlagenen Weg zu gehen“, fasst Schulleiter Alexander Hauptmann zusammen.

 


Zertifikat. Die Heinrich-Böll-Schule gehört zu 19 Schulen in Hessen, die mit dem amtlichen Zertifikat „Digitale Schule“ ausgezeichnet wurde. Stolz und Freude herrschte darüber bei (v.l.n.r.) Schulleiter Alexander Hauptmann, Stufenleiterin Astrid Schulze Icking, Stufenleiter Sebastian Brenneis und dem stellvertretenden Schulleiter Boris Oberle. Zeitgleich mit der Preisverleihung konnte die Schulleitung alle Kollegen mit Dienstlaptops und -tablets ausstatten.

 

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Nicht ein Szenario bereitet Kopfzerbrechen

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An der Heinrich-Böll-Schule herrscht Gelassenheit / Für alle Eventualitäten gerüstet

Fürth. Aufregung und Panik etwa oder gar Chaos? Weder das eine noch das andere: An der Heinrich-Böll-Schule herrscht große Gelassenheit. Die integrierte Gesamtschule ist für alle Eventualitäten gerüstet. „Nicht ein denkbares Szenario bereitet uns Kopfzerbrechen. Der Schulbetrieb läuft unter den gegebenen Bedingungen reibungslos“, konstatiert Schulleiter Alexander Hauptmann. An seiner Schule ist die oft postulierte Digitalisierung schon längst Wirklichkeit. Ob Präsenzunterricht für die Abschlussklassen oder Homeschooling via Videoschalte: Die HBS-Schüler erhalten bestmöglichen Unterricht.

„An unserer Schule hat die Digitalisierung schon Einzug gehalten, als von Corona noch keine Rede war und Bundespolitiker noch darüber debattierten, ob nun wirklich an jeder Milchkanne W-Lan nötig ist“, blickt Hauptmann zurück. Dass die integrierte Gesamtschule schon sehr früh den Schritt in die Zukunft wagte, zahlt sich seit der Pandemie aus.

Derzeit sind die Neunt- und Zehntklässler, die im zweiten Halbjahr ihre schriftlichen Abschlussprüfungen bewältigen müssen, im Präsenzunterricht in der Schule. Alle anderen Klassen werden online unterrichtet. „Wir können auf jede neue Order des Kultusministeriums sofort reagieren. Sollte Hybridunterricht gefordert sein, stellen wir das Konzept von heute auf morgen um“, betont Hauptmann.
Um Schüler wie Lehrer im Präsenzunterricht weitgehend zu schützen, wurde im ersten Halbjahr auf das übliche Kurssystem verzichtet und der Stoff im Klassenverband vermittelt. „Ziel war es“, so der Schulleiter ausführend, „eine Durchmischung der Gruppen zu verhindern, respektive die Infektionsgefahr zu minimieren.“

Eine Entscheidung darüber, in welcher Form es bis zu den Sommerferien weitergeht, wird zeitnah in den Schulgremien auf Grundlage der aktuellen Situation getroffen. Die letzten Monate hätten gezeigt, dass der Unterricht im Klassenverband sehr effektiv gewesen sei, „Dank der Disziplin unserer Schüler und dem Engagement des Kollegiums, das mit adäquaten Materialien den Ansprüchen aller Schüler Rechnung trug.“
In der nächsten Woche finden die Präsentationsprüfungen für die Neuntklässler statt. Die Jugendlichen bereiten sich intensiv auf ihre Vorträge vor. „Die Schüler sollen unter optimalen Rahmenbedingungen ihre Prüfungen absolvieren und bestens präpariert diese schwierige Aufgabe bewältigen“, erklärt Stufenleiterin Astrid Schulze Icking.

Während ihr Augenmerk der Organisation und der Durchführung dieser wichtigen Prüfung gilt, arbeitet der stellvertretende Schulleiter Boris Oberle Stundenpläne für die unterschiedlichsten Szenarien aus. Stufenleiter Sebastian Brenneis erledigt alle Aufgaben rund um die Erstellung der Zeugnisse und Stufenleiterin Birte Karge wiederum, die im Dezember letzten Jahres einen sehr erfolgreichen virtuellen „Tag der offenen Tür“ organisiert hatte, kümmert sich bereits wieder um weitere virtuelle Informationsangebote für interessierte Eltern.

„Mein Schulleitungsteam arbeitet Hand in Hand. Das Engagement des Teams, der unermüdliche Einsatz des Kollegiums und die hervorragenden Voraussetzungen hinsichtlich der digitalen Ausstattung der HBS sind unser Erfolgsgeheimnis“, bemerkt Schulleiter Hauptmann abschließend.

OPTIMALE AUSSTATTUNG. Der Schulbetrieb – ob im Präsenzunterricht oder im Homeschooling – läuft völlig reibungslos an der Heinrich-Böll-Schule. Schulleiter Alexander Hauptmann (Foto), ein versierter IT-Experte, sorgte für eine optimale digitale Ausstattung. Landrat Christian Engelhardt bezeichnete die integrierte Gesamtschule unlängst als „Vorbild auf diesem Sektor“.

LUFTMESSUNG. Die Heinrich-Böll-Schule misst zukünftig den CO2-Gehalt der Raumluft. Ein selbst konstruiertes Hightech-Gerät zeigt optisch und akustisch an, sobald „dicke Luft“ herrscht. Damit leistet die Schule auch ein Beitrag zu einem noch besseren Hygienekonzept. Unser Bild zeigt Schulleiter Alexander Hauptmann mit den Schülern Jonas Andrae und Linus Baur beim ersten Einsatz des Gerätes.

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Landrat Engelhardt beeindruckt vom digitalen Unterricht

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Heinrich-Böll-Schule präsentiert sich digital

Die Digitalisierung der Schulen steht auf der Prioritätenliste der Kultusminister unangefochten an der Spitze. Der Kreis Bergstraße gehört zu den wenigen Landkreisen in Hessen, die schon sehr früh ganz konsequent den Schritt in diese zukunftsfähige Technologie wagten. Jetzt zahlt sich das mutige Vorgehen aus, zumindest bei jenen Schulen, die ebenso forsch und unvoreingenommen die neuen Medien nutzten. Landrat Christian Engelhardt besuchte am Dienstag die, wie er mehrfach betonte, „beste Schule auf dem Gebiet der Digitalisierung im Kreis“, nämlich die Heinrich-Böll-Schule in Fürth. „Hybridunterricht“ ist an der integrierten Gesamtschule schon Routine. Davon konnte sich Landrat Engelhardt bei seiner Stippvisite ein Bild machen.

Schulleiter Alexander Hauptmann (r.), ein versierter IT-Experte, präsentierte Engelhardt (l.) die perfekte Ausstattung und das leistungsstarke W-LAN. Engelhardt hob mehrmals die Vorbildfunktion der Heinrich-Böll-Schule und den Pioniergeist des Kollegiums, das sich frühzeitig mit den vielfältigen Möglichkeiten in der digitalen Welt beschäftigte, hervor.

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