Die Dampfer sind Schnellboote

Die Dampfer sind Schnellboote

HBS-Leiter Alexander Hauptmann sieht im „Hybridunterricht“ den nächsten Schritt zur Normalität

Vor Lehrerin Isabell Steiner sitzt die Hälfte ihrer Klasse 9/3. Live zugeschaltet per Videokonferenz ist die andere Hälfte ihrer Schüler, die am heimischen Schreibtisch sitzen, den Unterricht mitverfolgen und exakt die gleichen Arbeiten erledigen wie ihre Mitschüler in der Schule. Ein in jedem Klassenraum aufgestelltes Tablet mit installiertem Videokonferenz-System macht diese Form der Wissensvermittlung möglich.

„Hybridunterricht“ sei der nächste Schritt hin zur Normalität, erklärt der Leiter der Heinrich-Böll-Schule (HBS) in Fürth, Alexander Hauptmann. „Meine Schüler arbeiten konzentriert und die Stoffvermittlung ist unter den gegebenen Umständen nahezu optimal“, ergänzt Isabell Steiner.

Lückenlose Versorgung

Nach den Osterferien wurden die Schüler der Jahrgänge 5 bis 9 ausschließlich per Homeschooling versorgt. Ab dem 18. Mai öffneten die Schulen wieder schrittweise und die Schüler konnten so teilweise wieder in der Schule unterrichtet werden. Auch die Abgänger des neunten und zehnten Jahrgangs besuchten die Schule und wurden auf ihre schriftlichen Abschlussprüfungen vorbereitet. Sie haben nun ihr Pensum erfüllt und können zu Hause bleiben.

Damit wurde den anderen Schülern die Möglichkeit des Präsenzunterrichtes eingeräumt. „Jeder Schüler jedes Jahrgangs kommt zurzeit einmal pro Woche in den Genuss von Präsenzunterricht“, erklärt Schulleiter Hauptmann. Schritt für Schritt möchte der Leiter der integrierten Gesamtschule die Präsenzzeiten für die Kinder und Jugendlichen erhöhen. Ab dieser Woche kommen daher die Schüler der Jahrgangsstufen 5, 6 und die Neuntklässler wechselnd in Teilgruppen jeden zweiten Tag zur Schule.

Gleichzeitig wird über ein Videokonferenz-System der Unterricht an die zuhause sitzende Teilgruppe übertragen. „Damit nehmen die Schüler der Heinrich-Böll-Schule täglich am Unterricht teil und kommen durch diesen Hybridunterricht in den Genuss einer lückenlosen Unterrichtsversorgung“, heißt es in einer Pressemitteilung der HBS dazu.

Großer Einsatz von den Lehrern

Um Raumwechsel zu vermeiden und klare Strukturen beizubehalten, verzichtet die Heinrich-Böll-Schule vorerst auf Kursunterricht. Will heißen: Die Schüler werden in jedem Fach im Klassenverband unterrichtet. Das wiederum erfordert von den Lehrern einen erhöhten Einsatz, da sie für die drei Niveaustufen Arbeitsmaterialien parat haben müssen. Es bedeutet aber auch eine intensivere Teamarbeit in den Fachschaften und Jahrgängen.

Schnell trafen die Deutschlehrer die Absprache, im jeweiligen Jahrgang durchgängig das gleiche Material zu verwenden und sozusagen synchron den Stoff zu vermitteln. „Wir haben uns bereits darauf geeinigt, nach den Sommerferien in dieser Form weiter zu unterrichten, sofern uns die Situation dazu zwingt. Plan B liegt schon parat“, konstatiert der Leiter der Fachschaft Deutsch, Sebastian Brenneis.

Das Engagement des Kollegiums an der HBS – ebenso wie an vielen anderen Schulen – zeige, dass die Kritik, die in sozialen Netzwerken und teilweise auch in den Medien an der Arbeit der Schulen geäußert werde, ins Leere laufe. „Die Pädagogen sind mit Feuereifer dabei, Homeschooling permanent zu verfeinern. Es kann nicht davon die Rede sein, dass die Digitalisierung in den Schulen noch in den Kinderschuhen steckt“, bricht Schulleiter Hauptmann eine Lanze für die Kollegien. Mehr oder minder aus dem Stand heraus seien die Schulen mit einer bisher einmaligen und sehr komplexen Situation konfrontiert gewesen.

Das oft verwendete Bild vom Ozeandampfer, der nur marginal und sehr langsam die Richtung wechseln könne, wurde und wird im Zusammenhang mit Schulen herangezogen. „Eine völlig falsche Vorstellung“, so Hauptmann. Die Schulen reagierten eher wie Schnellboote, die fast täglich neue Vorgaben umzusetzen hatten und jede Chance in der digitalen Welt nutzen, um möglichst schnell das nächste Ziel erreichen zu können.

Zu den Schnellbooten gehören zweifellos auch viele Schulen im Kreis Bergstraße. Und wer ernsthaft glaubt, dass der Odenwald eine schreckliche „Digitalhölle“ ist und „sich immer noch der Kreidestaub täglich wie Mehltau über ungenutzte Computer legt“, befinde sich gewaltig auf dem Holzweg: „Viele Schulen im Kreis Bergstraße verfügen über eine gute Ausstattung, unsere Lehrer sind versiert im Umgang mit den Neuen Medien und wir beweisen jeden Tag aufs Neue, dass wir in Sachen Digitalität zu den Vorreitern in Deutschland gehören“, bilanziert Schulleiter Alexander Hauptmann.

Alle arbeiten mit. Schülerinnen und Schüler mit iPads nehmen am Unterricht der Klasse teil.

Kooperation in Krisenzeiten

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Großzügige Spende hilft beim Homeschooling

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Heinrich-Böll-Schule erhält fünf hochwertige Computer von NIGEFA und SPIR STAR AG

Das Wort „Homeschooling“ ist derzeit in aller Munde. In Corona-Zeiten ist es an der Tagesordnung, dass Schüler beispielsweise per Videokonferenz in engem Kontakt mit ihren Lehrern stehen und Unterricht einer neuen Art erleben. Die Heinrich-Böll-Schule ist, was die Digitalisierung betrifft, schon lange kein Neuling mehr. Die Basis hat die integrierte Gesamtschule schon vor der Pandemie gelegt, doch nicht alle Schüler profitieren davon. Es fehlt oftmals am Equipment. Umso erfreulicher ist es, dass hiesige Firmen mit Spenden helfen, dieses Manko zu beseitigen. Am vergangenen Freitag nahm Schulleiter Alexander Hauptmann fünf hervorragende Computer von den Firmen NIGEFA Computersysteme GmbH und SPIR STAR AG in Empfang.

Der IT-affine Schulleiter skizzierte den Gästen Rainer Gemmel (NIGEFA) und Laura Beck sowie Ruben de Graaf (SPIR STAR) kurz die aktuelle Situation und die an der integrierten Gesamtschule praktizierten Unterrichtsformen mit den neuen Medien. Von Beginn des Lockdowns an konnte die HBS auf ein Gesamtkonzept zugreifen, das die Versorgung ihrer Schüler mit digitalen Lernangeboten sicherstellte. „Wir haben uns schon vor der Corona-Pandemie digital auf den Weg gemacht und kommen gut durch die derzeitige Krise“, sagte Alexander Hauptmann.

Rainer Gemmel von der Firma NIGEFA mit Sitz in Fürth bestätigte Hauptmanns Aussage. Er wisse, dass die HBS bestens ausgestattet sei und ihre Schüler schon frühzeitig mit den neuen Medien vertraut gemacht habe. Für Gemmel ist diese Vorgehensweise geradezu „vorbildlich“. Die Gemeinde könne, so der Spender weiter, froh sein, dass sich die Schule vor Ort auf diesen technischen hohen Stand befinde.

Gemmel und de Graaf waren es, die in unbürokratischer Kooperation die Spendenaktion initiierten. Das Unternehmen NIGEFA hat es sich zur Aufgabe gemacht, Produkte und Systeme für Privatkunden und gewerbliche Kunden in optimierter und individueller Form anzubieten. Das in Fürth ansässige Unternehmen ist mittlerweile weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Dass die NIGEFA trotz aller Umtriebigkeit ihr „soziales Engagement im Bereich Bildung, Gesundheit und Umwelt“ nicht vergessen, ist stellvertretend an der Computerspende sichtbar. „Die Computer wurden mit neuen Festplatten versehen und mit neuen Tastaturen und Mäusen ausgestattet“, betonten Gemmel und Ruben de Graaf. „Außerdem wurde das aktuelle Windows-Programm installiert“, ergänzte Laura Beck von SPIR STAR.

Die SPIR STAR AG ist eine Größe auf dem Weltmarkt. Das in Mitlechtern ansässige Unternehmen stellt thermoplastische Höchstdruckschläuche her. „Wir sind auf einem Nischenmarkt aktiv und sind einer der führenden Hersteller in unserer Branche“, erklärte de Graaf. Für ihn und Laura Beck war es eine Selbstverständlichkeit, gerade in der jetzigen Situation zu reagieren und die HBS beim Ausbau ihres digitalen Portfolios zu unterstützen.

Die Computer bleiben nur kurze Zeit in der Heinrich-Böll-Schule. Sie gehen in den nächsten Tagen an Schüler, die über keine Hardware verfügen oder die sich mit weiteren Familienmitgliedern nur einen Rechner teilen müssen. „Ihnen wollen wir die Möglichkeit am digitalen Unterricht einräumen“, konstatierten Hauptmann, Gemmel, de Graaf und Beck unisono.

Schulleiter Alexander Hauptmann dankte den Gästen und hob die enge Zusammenarbeit zwischen seiner Schule und den örtlichen Betrieben hervor. Wie wichtig ein enger Kontakt und ein gutes Einvernehmen seien, zeige sich an der erfolgten Spende, erklärte Hauptmann abschließend.

SPENDE. Der Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule, Alexander Hauptmann, (l.) nahm mit Freude Computer entgegen; eine Spende der Unternehmen NIGEFA Computersysteme GmbH und der SPIR STAR AG. Vertreten waren die Firmen durch (v.l.n.r.) Rainer Gemmel (NIGEFA), Laura Beck und Ruben de Graaf (SPIR STAR).

Kooperation in Krisenzeiten

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Odenwälder Schulen koordinieren den Start in den Präsenzunterricht und die Umsetzung der Abschlussprüfungen / Oberste Priorität: Hygieneplan An der Prioritätenliste für den anstehenden Schulstart nach der Pandemie-Pause ändert das Schulleitertrio keinen Deut mehr:...

Schulbetrieb läuft in geordneten Bahnen

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Zurück in die Schule

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Kooperation in Krisenzeiten

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Odenwälder Schulen koordinieren den Start in den Präsenzunterricht und die Umsetzung der Abschlussprüfungen / Oberste Priorität: Hygieneplan

An der Prioritätenliste für den anstehenden Schulstart nach der Pandemie-Pause ändert das Schulleitertrio keinen Deut mehr: Alexander Hauptmann (Heinrich-Böll-Schule), Timo Helwig-Thome (Dietrich-Bonhoeffer-Schule) und Bernd Brieskorn (Langenbergschule) praktizieren einen Schulterschluss und stehen für eine koordinierte Umsetzung des Hygieneplans. Er steht unangefochten ganz oben auf der Liste.

„Kooperation in Krisenzeiten hilft bei der Lösung der Herausforderungen“, betont Hauptmann und sein Kollege Bernd Brieskorn ergänzt, dass „die Sicherheit und Gesundheit unserer Schüler Vorrang genießt“. Timo Helwig-Thome weiß die Zusammenarbeit zu schätzen und ist sich sicher: „Wir sind für den Start bestens vorbereitet.“

Bei den Überlegungen der drei Schulleiter stand die Abwägung zwischen Sicherheit und Präsenz der Schüler im Mittelpunkt. Wie erreicht man eine möglichst hohe Zahl an Präsenztagen für jeden Schüler bei größtmöglichem gesundheitlichem Schutz? Um diese Frage kreisten die Lösungsvorschläge der Verantwortlichen der drei Schulen. „Dabei spielen obendrein die Raumkapazität und personelle Ressourcen eine entscheidende Rolle“, erklärt Bernd Brieskorn. Ein Augenmerk sei, so ergänzt der Schulleiter der Bonhoeffer-Schule, Timo Helwig-Thome, zudem auf die Pausenregelung zu legen. Nicht vergessen werden dürfe überdies der Transport der Schüler, fügt Alexander Hauptmann hinzu.
Die gesamte Aufmerksamkeit der drei Schulleiter gilt derzeit der Organisation der schriftlichen Prüfungen für die Neunt- und Zehntklässler. „Die Schüler werden vorwiegend in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik unterrichtet und gezielt vorbereitet“, konstatiert HBS-Chef Alexander Hauptmann. Die drei Schulleiter ziehen ein überaus positives und fast gleichlautendes Zwischenfazit: Die Jugendlichen verhielten sich durchweg verantwortungsvoll und achteten sehr genau auf die Hygienevorgaben. „Die bisherigen Erfahrungen machen Mut“, heißt es von den Schulleitern unisono.

Sobald die Abschlussprüfungen – „sie genießen absoluten Vorrang“, wie die Schulleiter hervorheben – absolviert sind, kommen die anderen Jahrgänge verstärkt in den Genuss von Präsenzunterricht. Jede Jahrgangsstufe kommt mindestens an einem Tag in der Woche in die Schule, allerdings in geteilten Gruppen. Der Hygieneplan sieht unter anderem vor, dass sich nur maximal 15 Schüler in einem Klassenraum befinden. Pausen finden versetzt statt und der Schulhof wird in Zonen für die Jahrgänge eingeteilt. Ein Wechsel der Klassenräume ist tabu.
Wenn alles optimal läuft, ist jeder Schüler an mindestens acht Tagen bis zu den Sommerferien in der Schule. Damit erfüllen HBS, DBS und LBS den Wunsch des hessischen Kultusministers nach möglichst häufiger Präsenzzeit für die Schüler. Während also eine Hälfte des Jahrgangs in der Schule unterrichtet wird, erhält die andere Hälfte unterstützende Aufgabenstellungen für das häusliche Lernen.

Hinsichtlich des Präsenzunterrichtes sei, so Schulleiter Timo Helwig-Thome ausführend, überdies der soziale Aspekt ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Für Schüler, die zu Hause keinen Zugriff auf das nötige technische Equipment hätten oder sich in einer schwierigen familiären Situation – aus welchen Gründen auch immer – befänden, sei der Unterricht in der Schule von geradezu essentieller Bedeutung. „Schule ist für manche Schüler ein Ort, der Halt und Sicherheit gibt“, ergänzen Hauptmann und Brieskorn.

„Die Rückmeldungen der Eltern zeigen uns, dass wir die Ausnahmesituation bisher gut gemeistert haben“, bemerkt Schulleiter Timo Helwig-Thome. Zustimmung erhält er von seinen Kollegen Hauptmann und Brieskorn, die das Engagement der Kollegien hervorheben und den strukturierten Heimunterricht – nicht zuletzt auf Grund der digitalen Medien – als „Erfolg“ bezeichnen.

Apropos „Homeschooling“: Die andere Art des Unterrichts platzierten die Schulleiter auf Rang drei ihrer Prioritätenliste. Nicht minder wichtig bei ihren Überlegungen war ein effektiver und gleichermaßen zumutbarer Dienstplan für das Kollegium. „Wir wissen, was unsere Kollegien derzeit leisten und möchten daher keine unnötigen Stresssituationen provozieren“, sind sich die drei Schulleiter einig.

Bei allen Planungen fällt die Unterrichtsqualität nicht unter den Tisch. Soweit es möglich ist, soll in den gebildeten Klassengruppen differenzierter Unterricht ermöglicht werden, um Defizite zu kompensieren und Wissensgrundlagen für das neue Schuljahr zu schaffen. „Regelunterricht in gewohnter Form kann jedoch nicht garantiert werden“, räumen die Schulleiter unumwunden ein.

Vor dem Start in die nächste Phase führten die Schulleiter intensive Gespräche mit den verschiedenen Gremien der Schule und stellten ihr Konzept vor. Anschließend wurden die Eltern und Schüler informiert.

Über das Ziel sind sich die drei Schulleiter ebenso einig wie über die Prioritätenliste: „Wir wollen den auch im Homeschooling realisierten begleiteten Lernrhythmus für die Schüler in der Schule intensivieren und dabei die Gesundheit aller Beteiligter immer im Fokus behalten. Ein permanenter Gedanken- und Erfahrungsaustausch wird deshalb auch in den nächsten Wochen erfolgen.“

GENÜGEND ABSTAND. Zurzeit bereiten sich die Schüler der neunten und zehnten Klassen auf ihre Abschlussprüfungen vor. Die Jugendlichen verhalten sich sehr diszipliniert und halten den gebührenden Abstand.

HYGIENEPLAN. Die Schulen legen größten Wert auf die Einhaltung des Hygieneplans, deshalb sind überall Desinfektionsspender platziert und die Wege klar markiert.

Kooperation in Krisenzeiten

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Schulbetrieb läuft in geordneten Bahnen

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Schulbetrieb läuft in geordneten Bahnen

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Heinrich-Böll-Schule ist in Krisenzeiten bestens aufgestellt / Digitaler Unterricht funktioniert

Schilder zeigen den Schülern den Weg, die Tische stehen in ausreichendem Abstand in den Klassenräumen parat und die Lehrer sind über die Abläufe und geänderten Stundenpläne bestens informiert. Auf den Punkt gebracht: Der Schulbetrieb an der Heinrich-Böll-Schule läuft unter den zurzeit sehr erschwerten Bedingungen in geordneten Bahnen – ob „analog“ im Schulhaus oder „digital“ beim sogenannten Homeschooling. Die integrierte Gesamtschule ist auch in Krisenzeiten bestens aufgestellt und hat sich – das wurde allen Beteiligten, ob Eltern, Lehrer oder Schüler, in den letzten Wochen bewusst – auf dem digitalen Sektor hervorragend positioniert. „Unsere Bemühungen hinsichtlich der digitalen Entwicklung an der HBS tragen jetzt ihre Früchte“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit war das digitale Lernen seit den Schulschließungen uneingeschränkt möglich. Schnell entwickelten sich klare Strukturen, die besonders den Schülern eine gewisse Sicherheit vermittelten. Von Beginn an funktionierte die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern.

Mittlerweile hat die Heinrich-Böll-Schule weitere Medien und Portale miteinander verknüpft, um Homeschooling noch effektiver gestalten zu können. Es ist fast schon normal, dass die Lehrer ihre Schüler „live“ in Videokonferenzen unterrichten. Die Kinder und Jugendlichen sind zugeschaltet und können sich – wie im analogen Unterricht – melden. „Der direkte Kontakt mit den Schülern ist eminent wichtig; die Jugendlichen benötigen die persönliche Ansprache“, konstatiert der Schulleiter.

Apropos Videokonferenz: Schulleiter Alexander Hauptmann lädt jeden Tag sein Kollegium zu einer solchen Besprechung ein. Geredet wird über Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Methoden des Homeschoolings, über die Perspektiven in den nächsten Wochen oder einfach nur über den Alltag als Lehrer im „Home-Office“. Montags findet eine Dienstversammlung per Video statt. Der Schulleiter nutzt das Forum, um über Verlautbarungen aus dem Kultusministerium und aktuelle Entwicklungen zu informieren.

„Das Kollegium verhält sich überaus professionell und hat sich innerhalb kurzer Zeit ein umfangreiches digitales Handwerkszeug angeeignet“, lobt Hauptmann. Und alle Kollegen seien sehr engagiert, ihre Schüler permanent zu kontaktieren und zu motivieren. Die Rückmeldungen der Eltern, so der HBS-Schulleiter ausführend, zeigten, „dass das Kollegium vorbildliche Arbeit leistet und alles dransetzt, dass alle Schüler am etwas anderen Unterricht teilhaben.“

Wie es mit dem Unterricht in den nächsten Wochen weitergeht, dazu kann Schulleiter Hauptmann keine konkreten Aussagen treffen. Die Kultusminister der Länder beraten regelmäßig über Maßnahmen, die letztlich zur alten Normalität führen sollen. Fakt ist, dass in der HBS die Neunt- und Zehntklässler, die ihre schriftlichen Prüfungen absolvieren müssen, in den Räumen der HBS in den Kernfächern unterrichtet werden. „Alle anderen Schüler erhalten wie gewohnt und in sehr strukturierter Form ihren digitalen Unterricht“, erklärt Schulleiter Hauptmann abschließend.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit war an der Heinrich-Böll-Schule das digitale Lernen seit den Schulschließungen uneingeschränkt möglich

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Wir wünschen ein schönes Osterfest und erholsame Ferien

Wir wünschen ein schönes Osterfest und erholsame Ferien

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, bebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück; …

Mit diesen Zeilen beginnt der berühmte Osterspaziergang Fausts mit Wagner. Es folgt die Beschreibung der herausgeputzten und fröhlichen Menschen, die ihre Häuser verlassen, sich in die aufblühende Natur begeben und nach dunklen Wintermonaten den Kontakt mit ihren Mitmenschen suchen.

Die Wetterprognosen verheißen auch für das anstehende Osterfest strahlenden Sonnenschein. Doch die Situation ist eine andere als jene in Goethes Faust. Spaziergänge sind allenthalben möglich – zu zweit oder in der Familie. Ein geselliges „Getümmel“ in Dorf oder Stadt, wie Faust es während seines Spaziergangs beschreibt, ist nicht erlaubt. Ein Virus hat die Welt verändert und verhindert den mitmenschlichen Kontakt.

Die Einschnitte in unseren Alltag sind erheblich; auch das Osterfest ist stark davon betroffen. Dennoch: Die jetzige Situation gewährt uns auch neue Lebensgefühle. Die oft gewünschte Entschleunigung ist eingetreten. Viele Menschen haben jetzt etwas, das kaum mehr jemand kannte: Muße. Ein Zustand, der es uns erlaubt, über uns selbst nachzudenken, unsere täglichen Routinearbeiten zu hinterfragen und neue Lebensperspektiven zu skizzieren.

Aus diesem Grund sollten wir optimistisch in die Zukunft schauen. Wir sollten das Osterfest dazu nutzen, Einkehr zu halten, zu entschleunigen und uns vorzubereiten auf die Zeit nach der Pandemie. Dank neuer Medien können wir – auch wenn es nicht gerade bei einem „Getümmel“ im Dorf oder in der Stadt ist – Kontakt mit unseren Angehörigen und Freunden halten. Wir können uns im Voraus auf das geregelte Leben und das normale Miteinander nach dieser Auszeit freuen.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Osterfest, verbunden mit dem derzeit wichtigsten Wunsch: Bleiben Sie gesund!

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