Eine wichtige Aufgabe der Institution Schule besteht nicht nur darin, Fachwissen zu vermitteln, sondern auch Werte beizubringen, die innerhalb einer Gesellschaft wichtig sind. Toleranz ist ein solcher Wert – das Akzeptieren, dass Menschen unterschiedlich aussehen, unterschiedlich glauben, unterschiedlich lieben.
Dieses Thema ist der Heinrich-Böll-Schule Fürth ein besonderes Anliegen. Die integrierte Gesamtschule veranstaltete vergangene Woche erneut die „Toleranztage“ für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7. Während die Abschlussjahrgänge über den schriftlichen zentralen Abschlussprüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik saßen, waren die Jugendlichen der Klassen 7/1 bis 7/7 an zwei Vormittagen im evangelischen Gemeindehaus Fürth zu Gast. Wie jedes Jahr organisierte Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann die Toleranztage und lud dazu mehrere Referentinnen und Referenten ein.
„Um Diskriminierung und Intoleranz entgegenzuwirken, ist die Begegnung mit Menschen, die von ihren unterschiedlichen Lebenswegen und Kulturen erzählen, bedeutsam“, erklärt die Schulpfarrerin. „In den Workshops sollen unsere Schülerinnen und Schüler verschiedene Kulturen und Religionen kennenlernen sowie etwas über alltägliche Formen von Toleranz und Intoleranz erfahren“, so Holzapfel-Hesselmann weiter. Gerade die Bandbreite an unterschiedlichen Eindrücken, neuen Erfahrungen und Lebensbereichen machen die Toleranztage so besonders.

An beiden Tagen besuchten die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler jeweils drei Workshops. Auch in diesem Jahr waren Patrick Hartmann (Behindertenwerkstätte Fürth) und Philip Möke, Sozialpädagoge an der HBS, zu Gast, die sich in ihren jeweiligen Beiträgen dem Thema „Behinderung“ widmeten. Hartmann ging dabei auf unterschiedliche Formen der Behinderung ein und sprach mit den Schülerinnen und Schülern über den Alltag in einer Werkstatt der bhb. Möke fokussierte sich auf die Erblindung von Menschen und wie sie im Alltag damit umgehen. Besonders interessant für die Jugendlichen war das praktische Erleben einer Erblindung mit einem Blindenstock und den damit verbundenen Herausforderungen.


Michael Helbig, ehemaliger Bürgermeister von Lindenfels, stellte in seinem Workshop die Frage, wie eine Kommune funktioniert. Schwerpunktmäßig ging es dabei um das Verhältnis von Mensch und Umwelt. Helbig sprach über verschiedene Herausforderungen aus seiner beruflichen Erfahrung und stellte den Heranwachsenden die Frage, wofür sie als Mitglied des Gemeindebeirats Geld ausgeben würden. Im Workshop der Christen aus der Nachbarschaft ging es hingegen um die Frage, wie man als Christ Glaube und wie einem der Glaube im Alltag helfen kann.
Vom Bündnis deutscher Entwicklungsorganisationen Gemeinsam für Afrika war Pierre C. Engama zu Gast, der die Heranwachsenden sehr abwechslungsreich über das Thema Toleranz informierte. Er zeigte einen Kurzfilm mit dem Titel „Der Schwarzfahrer“ und kam dadurch mit den Jugendlichen ins Gespräch. Shafe Pal ermöglichte den Heranwachsenden eine Begegnung mit dem Islam. Dazu brachte der Islamwissenschaftler verschiedene (Alltags-)Produkte mit, die die Schülerinnen und Schüler ausprobieren durften. An verschiedenen Tischen gab es Gewürze, Parfum, unterschiedliche Ausgaben des Koran sowie typische islamische Bekleidung.
Der Schulleiter Alexander Hauptmann dankt der Initiatorin und Organisatorin Barbara Holzapfel-Hesselmann und der evangelischen Kirchengemeinde Fürth, die ihr Gemeindehaus und Kirche der Schule zur Verfügung gestellt haben.
Für den Start bestens gerüstet
Heinrich-Böll-Schule hat alle wichtigen Vorbereitungen getroffen / Stundenpläne liegen vor „Wir sind für den Schulstart am kommenden Montag (5. September) in jeder Hinsicht bestens gerüstet“, erklärt der Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule, Alexander Hauptmann. Sein...
Start in die nicht mehr endenden Ferien
Heinrich-Böll-Schule verabschiedet zwei verdiente Pädagogen in den Ruhestand Das Ende des Schuljahres beziehungsweise der Beginn der Ferien werde, so der Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule, Alexander Hauptmann, jedes Jahr meist aus zweierlei Perspektiven...
„Upcycling“
Neues Projekt an der Heinrich - Böll - Schule: "Upcycling" Recycling kennen viele von uns von der Mülltrennung. Dabei werden aus zerkleinerten Plastikflaschen neue Wertstoffe industriell gefertigt. Im privaten Umfeld versuchen immer mehr Menschen das "Upcycling"....
Statt grauer Fläche ein bunter Hingucker
Bernd Schmitt spendet 1500 Euro an Heinrich-Böll-Schule / Kreatives Kunstprojekt Der Fürther Unternehmer Bernd Schmitt kann sich noch gut an seine Schulzeit erinnern. Immer dann, wenn aus trockener Theorie spannende Praxis wurde, machte der Unterricht für ihn richtig...
Explore Science
Naturwissenschafts-Exkursion aller 8. Klassen in der Luisenpark nach Mannheim Seit 2006 veranstaltet die Klaus Tschira Stiftung die naturwissenschaftlichen Erlebnistage „Explore Science“ für Kinder und Jugendliche. Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema „Digitale...
Vollbremsung beeindruckte die Schüler nachhaltig
Die Fünft- und Sechstklässler der Heinrich-Böll-Schule (HBS) konnten es kaum erwarten, in das Auto einzusteigen und eine Vollbremsung zu erleben. Zuvor mussten sie schätzen, wie viele Meter ein Auto nach einer solchen Bremsaktion noch zurücklegt, ehe es zum Stehen...
Internationaler Wettbewerb der Naturwissenschaften
Science Olympiaden bringen junge Menschen zusammen und begeistern für Naturwissenschaften. Die Heinrich-Böll-Schule nimmt auch teil. Die Internationale Junior Science Olympiade (kurz: IJSO) ist eine der sechs Science Olympiaden und unter diesen die jüngste, seit der...
Wünsche für Schulabgänger/innen 2022
Wünsche der Klassenlehrer/innen für die Schulabgänger/innen der Jahrgänge 9 und 10 im Schuljahr 2021/22
„Ein perfekter Kandidat für das Modell-Projekt“
Neues Schulfach – Heinrich-Böll-Schule als Vorreiter dabei / Kultusminister Professor Dr. Lorz wählte zwölf Schulen aus Dass die Digitalisierung unsere Lebens- und Arbeitswelt zunehmend bestimmt und die zukünftige Entwicklung unserer Wirtschaft und unseres...
Neue Rekruten bei den Schul-Sanis
„Bitte ein Schulsanitäter ans Sekretariat kommen.“ Diesen Satz hat wohl schon jeder des Öfteren an der HBS über die Lautsprecher gehört. In Windeseile machen sich die Ersthelfer auf den Weg, um Schürfwunden zu versorgen, Prellungen zu kühlen und vieles mehr. Die...