Eine erlebnisreiche Woche in Frankreich
Eiffelturm, Louvre, Croissants und jede Menge französische Lebensart: Für 28 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Heinrich-Böll-Schule führte die diesjährige Frankreichfahrt vom 20. bis 25. September in die französische Hauptstadt. Doch bei der Fahrt stand nicht nur das Entdecken berühmter Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Im Rahmen des Erasmus-Austauschs mit der Partnerschule, dem Lycée George Sand in Domont, lernten die Jugendlichen auch den französischen Alltag kennen und arbeiteten gemeinsam mit ihren französischen Mitschülerinnen und Mitschülern an Projekten. Unter dem Motto „Jeunes à Paris – vivre, agir, participer“ („Junge Menschen in Paris – leben, handeln, mitgestalten“) ging es darum, die Stadt und ihre Kultur zu entdecken, eigene Ideen einzubringen und sich mit Jugendlichen aus dem Nachbarland auszutauschen.
Von den Champs-Élysées bis zum Eiffelturm
Los ging es am Mannheimer Bahnhof, wo die Gruppe gemeinsam mit den Lehrkräften Astrid Schulze-Icking, Jennifer Keil und Sven Spottka nach Paris aufbrach. Dort wartete direkt ein abwechslungsreiches Programm: Bei einer ersten Stadtrundfahrt mit dem Bus erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck von der französischen Metropole. Vorbei am Louvre und am Arc de Triomphe, dem berühmten Triumphbogen, konnten sie einige der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt bestaunen.
In den folgenden Tagen erkundete die Gruppe Paris aus unterschiedlichen Perspektiven. Natürlich durfte ein Besuch des Eiffelturms nicht fehlen. Auf mehreren Etagen bot sich den Jugendlichen die Gelegenheit, das berühmte Bauwerk aus nächster Nähe zu erleben und den Blick über die Stadt schweifen zu lassen. Auch die Kathedrale Notre-Dame, die Basilika Sacré-Cœur und die belebten Champs-Élysées standen auf dem Programm. Mal ging es zu Fuß durch die Straßen der Hauptstadt, mal mit der Métro von einem Ziel zum nächsten. Eine Fahrt auf der Seine eröffnete nochmals einen ganz anderen Blick auf die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Auch der Jardin des Plantes, der älteste botanische Garten Frankreichs, gehörte zu den Stationen der Reise.
Französische Geschichte hautnah erleben
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der weitläufigen Garten- und Außenanlagen des Schlosses von Versailles. Die prachtvolle Gestaltung und die historische Bedeutung des Ortes beeindruckten die Jugendlichen. Dabei erfuhren sie mehr über König Ludwig XIV., den sogenannten Sonnenkönig, und die französische Geschichte. Passend dazu besuchte die Gruppe das französische Musical „Le Roi Soleil“, das vom Leben des französischen Königs erzählt. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Show konnten die Schülerinnen und Schüler eine aufwendige Bühnenproduktion erleben. Musik, Kostüme und Inszenierung machten den Musicalbesuch zu einem der Höhepunkte der Fahrt.
Gemeinsam lernen und neue Freundschaften schließen
Neben dem touristischen Programm bildete der Austausch mit der französischen Partnerschule einen wichtigen Schwerpunkt. Beim Besuch des Lycée George Sand in Domont kamen die Jugendlichen miteinander ins Gespräch und arbeiteten in gemischten deutsch-französischen Gruppen an verschiedenen Projekten. Anfangs noch etwas zurückhaltend, fanden die Schülerinnen und Schüler schnell zueinander und neue Kontakte und Freundschaften entstanden. Ein Beispiel für die gemeinsame Arbeit war ein „pique-nique écologique“, ein umweltfreundliches Picknick. Die gemischten Gruppen sollten dafür selbstständig einkaufen und darauf achten, möglichst regionale Produkte zu verwenden und Plastik zu vermeiden. So wurde das Erasmus-Motto ganz praktisch umgesetzt: Die Jugendlichen mussten gemeinsam planen, Entscheidungen treffen und sich über nachhaltiges Handeln austauschen.
Baguette, Croissants und ein volles Programm
Natürlich kam auch die französische Küche nicht zu kurz. Neben Klassikern wie Baguette und Croissants probierten die Schülerinnen und Schüler in französischen Restaurants weitere Spezialitäten. Für besonders Mutige standen sogar Schnecken und Froschschenkel auf dem Speiseplan.
Die Tage waren gefüllt mit neuen Eindrücken, gemeinsamen Erlebnissen und vielen Kilometern zu Fuß. Am Ende der Fahrt waren die Beine müde, die Handys voller Fotos und die Erinnerungen umso schöner. Auch die begleitenden Lehrkräfte zogen ein positives Fazit. „Besonders schön war zu sehen, wie schnell die Schülerinnen und Schüler miteinander ins Gespräch gekommen sind und sich auf die gemeinsame Zeit eingelassen haben. Neben den vielen Eindrücken von Paris nehmen sie hoffentlich auch neue Freundschaften und wertvolle Erfahrungen aus dem Austausch mit“, blickt Sven Spottka zurück.

À la prochaine – bis zum nächsten Mal!
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