Achtklässler der Heinrich-Böll-Schule sammeln beim zweiwöchigen Praktikum Einblicke in verschiedenen Berufsfeldern
Im Gebäude der Heinrich-Böll-Schule Fürth zeigt sich gegenwärtig ein ungewöhnliches Bild: Verwaiste Klassenzimmer, leere Gänge – selbst im Lehrerzimmer ist es ruhiger als gewohnt. Der Hintergrund ist, dass sich die gesamte Jahrgangsstufe 8 seit dem 16. März 2026 im Betriebspraktikum befindet. Zwei Wochen lang haben die Schülerinnen und Schüler der HBS die Möglichkeit, erste praktische Erfahrungen in Betrieben, Handwerksunternehmen, sozialen Einrichtungen und Verwaltungen der Region zu sammeln.
Das Betriebspraktikum ist ein zentraler Baustein der beruflichen Orientierung an hessischen Schulen. Ziel ist es, jungen Menschen frühzeitig Einblicke in die Arbeits- und Berufswelt zu ermöglichen und sie bei ihrer späteren Berufsentscheidung zu unterstützen. So sollen Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I schrittweise auf Berufswahl und Ausbildung vorbereitet werden, damit sie am Ende ihrer Schulzeit eine fundierte Entscheidung entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten treffen können.
Während der zwei Wochen verlassen die Jugendlichen die Schulbänke und lernen betriebliche Abläufe kennen, beobachten Fachkräfte bei ihrer Arbeit und übernehmen – soweit möglich – auch eigene Aufgaben. Dadurch bekommen sie einen realistischen Eindruck vom Arbeitsalltag und lernen, ihre persönlichen Interessen und Stärken besser einzuschätzen. Sebastian Brenneis, Stufenleiter der Jahrgänge 7 und 8, betont die Bedeutung dieser Erfahrungen: „Das Praktikum bietet unseren Jugendlichen wertvolle Impulse für den Berufsfindungsprozess und hilft ihnen, erste Vorstellungen von möglichen beruflichen Wegen zu entwickeln.“
An der Heinrich-Böll-Schule arbeiten bei der Vorbereitung und Begleitung des Praktikums die Klassenlehrkräften eng mit Frau Agostin, der Lehrkraft für Berufsorientierung, zusammen. Sie unterstützen die Jugendlichen und ihre Familien bei der Suche nach Praktikumsplätzen, bereiten das Praktikum im Unterricht nicht nur vor und nach, sondern stehen auch während der Praktika als Ansprechpartner zur Verfügung. Ein Besuch bei den jeweiligen Betrieben und Firmen ist dabei auch obligatorisch.
Ein ganz besonderer Dank gilt den zahlreichen örtlichen Betrieben, Unternehmen und Einrichtungen, die den Schülerinnen und Schülern diese Einblicke ermöglichen und sich bereiterklärt haben, Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Ihr Engagement trägt wesentlich dazu bei, dass junge Menschen frühzeitig die Vielfalt der Berufswelt kennenlernen können.
Der Stellenwert des Betriebspraktikums ist hoch einzuschätzen: Es bildet den Auftakt der praktischen Berufsorientierung an der Heinrich-Böll-Schule. Im Jahrgang 9 folgt ein weiteres zweiwöchiges Praktikum, in dem die Jugendlichen ihre Erfahrungen vertiefen und neue berufliche Perspektiven entdecken können. So wird Schritt für Schritt ein wichtiger Beitrag geleistet, damit die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Weg in Ausbildung und Beruf find
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