Schülerinnen und Schüler der HBS empfinden Altsein mit einem Anzug nach

Was bedeutet es, alt zu werden? Wie fühlt es sich an, alt zu sein? Welche gewohnten und selbstverständlichen Tätigkeiten fallen einem plötzlich schwer? Wann ist man auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen?

Diese Fragen und die damit einhergehenden Probleme wollte Nicole Agostin-Spies ihren Schülerinnen und Schülern an der Heinrich-Böll-Schule in Fürth möglichst anschaulich vor Augen führen. Daher hat sie für ihren Wahlpflichtunterricht „Sozial genial“ von der Stadt Bensheim einen Anzug ausgeliehen, der es ermöglicht, nachzuempfinden, wie sich ein alter Körper anfühlt. „Man hat schwere Gelenke, schwere Arme und Beine“, erklärt Leiterin des Kurses. „Es gibt einzelne Komponenten, die junge Menschen ausprobieren können. Oder man zieht alles zusammen an“, so Agostin-Spies weiter.

Der Wahlpflichtunterricht befasst sich im 1. Halbjahr des Schuljahres 2025/26 mit dem Thema „Alter/n“. Vor dem Experiment mit dem Anzug haben die Schülerinnen und Schüler der integrierten Gesamtschule bereits die Tagespflege besucht. Einerseits verfolgt der Kurs das Ziel, den Jugendlichen einen Blick in die Zukunft zu vermitteln. Andererseits möchte der Kurs die Schülerinnen und Schüler für das Befinden älterer Menschen sensibilisieren. „Durch das praktische Erproben hat sich der Blick auf oder auch das Verständnis für ältere Menschen geändert“, resümiert Agostin-Spies.

Als Abschlussaufgabe sollen sich die Heranwachsenden mit der Fragestellung: Altwerden – Was bedeutet das für mich? auseinandersetzen. Das Angebot verdeutlicht, dass junge Menschen in der Institution Schule nicht nur theoretisches Wissen vermittelt bekommen. Es geht auch um das praktische Erproben und das soziale Miteinander.

Das Bild zeigt 4 Schüler, die verschiedene Brillen tragen, die die Wahrnehmung beeinflussen

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