Strom aus Kartoffeln und Südfrüchten

Strom aus Kartoffeln und Südfrüchten

Schüler der Sprachintensivklasse der Heinrich-Böll-Schule bauen Batterien

Naturwissenschaftlicher Unterricht beginnt mit der Neugier auf etwas Neues und Unbekanntes. Schüler und Lehrer wollen im Idealfall gemeinsam den Phänomen aus unserem Alltag auf den Grund gehen und die Natur und Technik in unserer Lebenswelt verstehen. Ebenso wie das Experimentieren ist auch die Verwendung der Fachsprache mit vielen neuen Begriffen ein Teil des Verstehensprozesses. Dies stellt die Pädagogen immer wieder vor eine Herausforderung,  insbesondere, wenn Deutsch nicht die Muttersprache der Schüler ist. An der Heinrich-Böll-Schule wird auf diese Besonderheit ein besonderes Augenmerk gerichtet.

Für Neuankömmlinge bieten die integrierte Gesamtschule Sprachintensivklassen (SIK) an, in denen die Kolleginnen Brigitte Harder und Gabriele Sarkany und sowie der Kollege Mohamad Hodroj den Schülern helfen, die Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu lernen. Dass dies gut funktioniert, zeigt sich unter anderem beim Übergang in die fortgeschrittene SIK 2 und den Möglichkeiten, andere Fächer zu unterrichten.

Im sprachsensiblen naturwissenschaftlichen Unterricht bauen die Lernenden unter der Leitung von Biologielehrer Tobias Orth Batterien aus verschiedenen Materialien. Die fachlichen Grundlagen für die Experimente erarbeiten sich die Schüler anhand der Sprachlern-App „Anton“ auf den schuleigenen iPads. Dabei werden audio-visuell und interaktiv Inhalte wie Strom im Alltag und Stromkreisläufe behandelt.

Schließlich wollen die erworbenen Erkenntnisse angewendet und überprüft werden. Aus Kartoffeln, Zitronen und Orangen bauen die Jugendlichen Batterien, indem sie das Obst oder Gemüse mit verschiedenen Metallen wie Kupfer, Eisen, Zink und Magnesium als Elektrodenmaterial kombinieren. Anhand der Messgeräte wird die erzeugte Spannung gemessen und anschließend notiert.

Vor allem das praktische Arbeiten hat den Schülern im Unterricht sichtlich Spaß gemacht. Jede Menge Motivation, sich weiterhin mit neuen Themen und auch vielen neuen Fachbegriffen aus den Bereichen der Naturwissenschaften auseinanderzusetzen. Ziel ist es schließlich, einen Übergang in die Regelklassen zu ermöglichen.

Die Schulleitung ist den unterrichtenden Pädagogen sehr dankbar für die Arbeit, die geleistet wurde und für die Unterstützung von außen durch Fördermittel, um den Unterricht für alle Klassen kreativ und anschaulich gestalten zu können.

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Ein Verschmelzen der realen und virtuellen Welten

Ein Verschmelzen der realen und virtuellen Welten

Workshop Cybermobbing für die Jahrgänge 7 und 8 an der Heinrich-Böll-Schule / Medienkompetenz stärken

Fürth. Cybermobbing, Sexting, Horror-Kettenbriefe, Hassbotschaften im Netz – die Formen von Gewalt, Schikane und Niedertracht in der virtuellen Welt sind vielfältig. Schulen dürfen vor diesem Thema nicht die Augen verschließen. Die Heinrich-Böll-Schule organisiert daher seit vielen Jahren Workshops, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen. In der Woche der Abschlussprüfungen beschäftigten sich die Schüler der Jahrgänge 7 und 8 mit dem Thema „Cybermobbing“. Als kompetenten Partner konnte die integrierte Gesamtschule dafür das Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen (MuK) gewinnen. Finanziert wurde die Veranstaltung von der Medienanstalt Hessen.

Das Projekt wurde an zwei Prüfungstagen durchgeführt. Peter Holnick, Geschäftsführer des Instituts, sprach mit den Schülern über ihre Lebenswelt, die Problematik Cybermobbing und den Umgang damit. Zunächst stellte Holnick fest, dass die reale und die virtuelle Welt der Heranwachsenden immer stärke verschwimme und eine klare Trennung mittlerweile nicht mehr möglich sei. Die Frage, wer man ist und wer man sein will, werde daher, so Holnick weiter, nicht mehr nur in der realen, sondern verstärkt in der virtuellen Welt beantwortet. 

Dass Kinder und Jugendliche sich dort ausprobieren und Rückmeldungen einholen, sei ein ganz natürlicher Vorgang. Die Problematik bestehe allerdings darin, dass ehrliches, emotionales Feedback über virtuelle Kanäle deutlicher schwieriger zu transportieren sei als von Angesicht und Angesicht. Kaum eine Nachricht könne mehr zweifelsfrei entschlüsselt werden, wenn die Bedeutung nicht mit Smileys konkretisierte werde. Hier entstünden viele Missverständnisse. 

Interaktiv wurde dann besprochen, wie es eigentlich zu Cybermobbing kommt. Dass die meisten Cybermobbing-Fälle durch Langeweile der Täter entstehen, wissen die Schüler der HBS. In Holnicks Umfrage konnten die Jahrgänge diese als Hauptursache ausmachen, gaben jedoch zu bedenken, dass dies oft auch ein Zusammenspiel aus weiteren Faktoren wie beispielsweise Rache sei.  

Im Anschluss wurden dann Präventions- und Interventionsstrategien besprochen. Ganz besonders wichtig für die Mobbing-Prävention sei es, eine gesunde Empathiefähigkeit zu besitzen. Wer sich in andere hineinversetzen kann, schätzt auch deutlich angemessener die Folgen seiner Handlungen ab. Eine wichtige Bestärkung des pädagogischen Konzepts für die Klassenlehrkräfte der Jahrgänge 7 und 8 sowie Stufenleiter Sebastian Brenneis, die Klassengemeinschaft nicht nur in der Unterstufe anzubahnen, sondern eben auch in den weiterführenden Jahrgängen immer wieder auszubauen und zu festigen. Auch die Eltern und Erziehungsberechtigten müssten, so Holnick, in die Medienbildung mit einbezogen werden. Ein offener Diskurs über Inhalte, Apps und Vorkommnisse in der digitalen Welt müsse ebenso zum Tischgespräch gehören wie das Reden übers Wetter.  

Auch für den Fall, dass es tatsächlich zu Mobbingfällen kommen sollte, gab Holnick wertvolle Hinweise. So sei es wichtig, offen mit Ansprechpersonen wie Eltern oder Lehrkräfte über Vorfälle zu reden. Gerade auch im Hinblick auf das weitere Vorgehen, bis hin zur Strafverfolgung, sollte Mobbing immer dokumentiert werden (z.B. Screenshots machen). Auch die Polizeidienststellen verfügen über kompetentes Ansprechpersonal. Die zuständige Beamtin für die Heinrich-Böll-Schule ist Frau Netzer von der Polizeistation Heppenheim.   

In einer fruchtbaren Diskussion am Ende des Vortrags zeigten die Schüler der Jahrgänge 7 und 8, dass sie mit der Problematik durchaus vertraut sind. Abschließend gab Holnick der Mittelstufe mit, sich auf die Suche nach ehrlicher Selbsterfahrung zu begeben. Rausgehen, das Abenteuer suchen, sich erleben – dies seien wertvolle Alternativen zu Erprobungen, auch mit Mobbing, in der virtuellen Welt. Für Stufenleiter Sebastian Brenneis war nach den Vorträgen und der vorangegangenen Kollegiums-Fortbildung schnell klar, dass der Vortrag von Herrn Holnick wertvolle Impulse in den Jahrgängen setzen konnte. “Solche Workshops, die bei unseren Schülerinnen und Schülern ansetzen und diese ernst nehmen, brauchen wir viel häufiger.”  

 

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Schule und Schulseelsorge in der Pandemie

Schule und Schulseelsorge in der Pandemie

Genau hinschauen, wer Hilfe braucht

Die Heinrich-Böll-Schule in Fürth hat den Unterricht und die Schüler-Betreuung in der Corona-Pandemie bislang vergleichsweise gut bewältigen können. Besondere Schwierigkeiten hätten allerdings lernschwache Schülerinnen und Schüler, machten Schulleitung und Schulseelsorge bei einem Gespräch mit dem Bergsträßer Dekan Arno Kreh deutlich.

Ortstermin an der Heinrich-Böll-Schhule v.l.: Arno Kreh, Alexander Hauptmann, Barbara Holzapfel-Hesselmann und Astrid Schulze Icking
„Nicht in jedem Elternhaus steht das Kind im Mittelpunkt“, sagte Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann. Als Beispiel führt sie einen Schüler an, der ihr mitteilte, er wolle beim Online-Unterricht zu Hause den Laptop nicht anschalten, weil dann alle mit mitbekämen, wie es bei ihnen aussehe. Es gebe Schülerinnen und Schüler, die sich dem Unterricht per Videokonferenz entziehen würden und es gebe Eltern, die schwer zu erreichen seien, ergänzte die Lehrerin und Stufenleitern der neunten Klassen Astrid Schulze Icking. „Die Schere zwischen den Schülern, die von ihren Eltern unterstützt werden und jenen, die keine Hilfe bekommen, ist in der Pandemie größer geworden.“ Schule lebe vom Miteinander“, erklärte Schulleiter Alexander Hauptmann. „Problematisch kann es dann werden, wenn Kontakte eingeschränkt werden müssen.

Entscheidend ist der persönliche Kontakt

Schulseelsorge sei jetzt, wo es wieder Präsenzunterricht gebe, wichtiger denn je. Sie habe zwar auch einige seelsorgerliche Gespräche per Video-Konferenz geführt, entscheidend sei aber der direkte, persönliche Kontakt, meinte Pfarrerin Holzapfel-Hesselmann. „Ich muss den Kindern in die Augen schauen können, um zu wissen, was mit ihnen los ist.“ Jetzt, wo die Kinder und Jugendlichen wieder in der Schule seien, könnten Klassenlehrer sie auf Schüler aufmerksam machen, denen es nicht gut gehe. „Wir müssen genau schauen, wer jetzt Hilfe braucht und lieber einmal zu viel als zu wenig fragen: ‚Wie geht es dir? ‘“ sagte die Schulseelsorgerin. So habe sie erst durch den direkten Kontakt zu einem Schüler herausgefunden, warum er die erforderlichen Unterrichtsmaterialien nicht dabei habe. Sie hätten 50 Euro gekostet und dieses Geld hätte er nicht gehabt. „Wir haben das dann unbürokratisch gelöst.“

Schule wieder mit Präsenzunterricht

Schulleitung und Schülerschaft seien gleichsam froh, dass wieder Präsenzunterricht stattfinde und sie sich wieder direkt in die Augen schauen könnten. Jetzt sei viel Einzelarbeit erforderlich. Den Fernunterricht habe die Heinrich-Böll-Schule mit ihren rund 800 Schülerinnen und Schülern insgesamt hervorragend stemmen können. „Unsre Schule ist technisch gut ausgestattet. Als eine der wenigen im Kreis Bergstraße haben wir eine Glasfaseranbindung, überall WLAN und ein elektronisches Klassenbuch, auf das Lehrer wie Eltern und Schüler gleichsam Zugriff haben“, erläuterte Schulleiter Alexander Hauptmann. Jeder Schüler, jede Lehrkraft habe Zugangsdaten gehabt, um sofort auf Online-Unterricht umstellen zu können.„Manche Schüler, die sich sonst im Präsenzunterricht kaum zu Wort melden, waren im Fernunterricht sogar leistungsfähiger“, stellte Astrid Schulze Icking fest.

Es kann jeden treffen

Auch die Heinrich-Böll-Schule war vom Infektionsgeschehen betroffen. In der Schule sei das Virus zwar nicht weiterverbreitet worden, aber in den Elternhäusern gab es immer wieder Fälle. Die Lehrerschaft habe gegenüber den Schülern stets deutlich gemacht, dass es jeden treffen könne. Unter den Schülern sei die Solidarität mit Betroffenen groß gewesen. Schulpfarrerin Holzapfel-Hesselmann berichtete von einem Sechstklässler, der lange nicht am Schulunterricht habe teilnehmen können, weil seine Mutter positiv getestet worden sei. „Seine Mitschüler haben ihm jeden Tag einen Brief geschrieben. Und er schrieb zurück ’Beste Klasse der Welt!‘“

Alles ermöglichen, was vertretbar ist

Dekan Arno Kreh bedankte sich für das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer. Auch wenn es absolute Sicherheit in absehbarer Zeit nicht geben könne, ist nach seiner Ansicht die kontrollierte Öffnung der richtige Weg. Dies gelte auch für die Arbeit der Kirchengemeinden etwa beim Konfirmandenunterricht. Denn für Kinder und Jugendliche dauere mehr als ein Jahr Pandemie deutlich länger als für Erwachsene. Sein Appell: „Diejenigen, die am stärksten unter den Einschränkungen leiden, in den Blick nehmen und unterstützen. Und all das ermöglichen, was möglich und vertretbar ist. Vor allem im Freien geht ganz viel.“

Quelle: https://dekanat-bergstrasse.ekhn.de/startseite/einzelansicht/news/schule-und-schulseelsorge-in-der-pandemie.html

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Toleranz statt Rassismus und Ausgrenzung

Toleranz statt Rassismus und Ausgrenzung

Projekt an der Heinrich-Böll-Schule / Gespräch mit dem Kenianer Kizito Ohiambo

 

Fürth. Rassismus ist ein Thema, das seit geraumer Zeit die Schlagzeilen in den Medien prägt. Leider, denn Rassismus ist gleichbedeutend mit Ausgrenzung. Den betroffenen Personen wird ihre Würde genommen. Diesem schrecklichen Trend gilt es Einhalt zu gebieten, „deshalb wollen wir unsere Schüler für dieses Thema sensibilisieren und zu Toleranz animieren“, wie Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann. Sie organisiert deshalb jedes Jahr die „Toleranztage“ für die Schüler der Heinrich-Böll-Schule. Die Toleranztage finden im Rahmen des Religions- beziehungsweise Ethikunterrichts statt. Als Ansprechpartner für die Schüler steht der Kenianer Kizito Ohiambo zur Verfügung.

Ohiambo lebt seit dem Jahre 2009 in Deutschland und leitet seit 2013 landwirtschaftliche Projekte für Kleinbauern in Kenia. Im Gespräch mit den Schülern möchte er seine Erfahrungen über sein Leben in Deutschland vermitteln und natürlich über Vorurteile diskutieren. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen bildet natürlich die Diskriminierung von Menschen mit dunkler Hautfarbe oder anderer Religion. Für die Schüler der Heinrich-Böll-Schule ist es interessant zu hören, wie sich Alltagsrassismus manifestiert.

Den Kindern wird schnell klar, dass Menschen im Handumdrehen in eine bestimmte Schublade gestopft werden. Kizito Ohiambo machte deutlich, dass jeder auf Grund seiner Geschichte eine Identität besitzt und damit ein gewisses Denken und Urteilen. Dieses Denken, so der Kenianer weiter, sei immer dann beengt und von Vorurteilen behaftet, wenn es sich nicht auf andere Sichtweisen einlasse. Es sei wichtig, so der Referent ausführend, die Schranken im Kopf abzubauen und sich auf Mitmenschen, egal welcher Hautfarbe oder Kultur, einzugehen.  

Den Kontakt mit dem Referenten stellte Barbara Holzapfel-Hesselmann über das Bündnis „Gemeinsam für Afrika“ her. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss von Entwicklungsorganisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern Afrikas zu verbessern. Darüber hinaus fördert „Gemeinsam für Afrika“ die Durchführung von Bildungsangeboten wie Workshops oder Vorträge.

„Fundiertes Wissen führt dazu, dass rassistische Gedanken und Vorurteile verschwinden beziehungsweise gar nicht erst entstehen. An die Stelle dieser menschenverachtenden Haltung tritt Toleranz, die ein friedliches Miteinander begünstigt“, fasst Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann das Ergebnis der „Toleranztage“ an der Heinrich-Böll-Schule zusammen. Es sei immer wieder faszinierend festzustellen, wie intensiv sich die Schüler mit dem Referenten austauschen. Die Zeit, so die Schulpfarrerin weiter, reiche oft nicht aus, um alle Themen zu behandeln und alle Fragen zu klären.

„Mit diesem Projekt machen wir unserem Namensgeber Heinrich Böll alle Ehre. Er setzte sich ein Leben lang für Toleranz und Demokratie ein; Rassismus war ihm ein Gräuel“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann. Sein Dank gilt Schulpfarrerin Holzapfel-Hesselmann für die Organisation dieser „gerade in unserer Zeit so wichtigen Aktion“. 

Für die Schulleitung war es deshalb selbstverständlich, auch Toleranztage für alle Jahrgänge zu genehmigen. Gemeinsam mit den beiden Lehrern in Ausbildung, Verena Urban und Felipe Schug, hat Barbara Holzapfel-Hesselmann eine Einheit erarbeitet, die im Juni terminiert ist. In diesem Zusammenhang gilt der Dank der Organisatoren dem Förderverein der Schule, der sofort bereit war, die Finanzierung von notwendigen Materialien zu übernehmen.

Auf Grund der Pandemie finden die Toleranztage der integrierten Gesamtschule in virtueller Form statt.

TOLERANZ STATT RASSISMUS. Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann organisiert an der Heinrich-Böll-Schule sogenannte „Toleranztage“. Ziel ist es – ganz im Sinne des Namenspatrons Heinrich Böll – den Schülern deutlich zu machen, wie wichtig es ist, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen und Rassismus keine Chance zu geben.

 

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Virtuelle Schnitzeljagd durch die Schule

Virtuelle Schnitzeljagd durch die Schule

Aktion zum Welttag des Buches an der Heinrich-Böll-Schule / Bücherübergabe

Fürth. „Die Freude am Lesen nimmt ab. PISA-Studie zeigt Defizite“, lautete die alarmierende Schlagzeile in einer überregionalen Zeitung. Aus der PISA-Studie geht hervor, dass weniger als die Hälfte der 15 Jahre alten Schüler in Deutschland nicht mehr in der Lage ist, in Texten Fakten von Meinungen zu unterscheiden. Und: Die Freude am Lesen hat in Deutschland in den vergangenen Jahren so stark abgenommen wie in kaum einem anderen Land.

Die Pädagogen der Heinrich-Böll-Schule in Fürth nehmen diesen Trend keineswegs achselzuckend hin, sondern steuern seit Jahren mit gezielten Aktionen dagegen an. Die Anstrengungen an der integrierten Gesamtschule zahlen sich aus: „Unsere Schüler lesen gerne und viel. Die Mediothek ist ein stark frequentierter Ort. Wir setzen alles daran, unsere Schüler zum Lesen zu animieren“, betont Stufenleiter Sebastian Brenneis, der gleichzeitig auch die Fachschaft Deutsch leitet.

Die Fachschaft arbeitet in Sachen „Leseförderung“ eng mit dem Team der Mediothek zusammen. In regelmäßigen Abständen finden Buchpräsentationen zu den unterschiedlichsten Themen statt. Vor den Ferien arrangiert das Team der Mediothek eine bunte Auswahl an Lektüren zum Schmökern in den Urlaubstagen. Höhepunkte in den Schuljahren sind auch die Lesungen von Kinderbuchautoren, die in der Pandemiezeit leider ausfallen mussten.

Dass trotz erheblicher Einschränkungen auf Grund der Hygieneregeln dennoch Aktionen zu den Themen „Lektüre und Spaß am Lesen“ stattfinden konnten, beweist die virtuelle Schnitzeljagd für die Fünftklässler. Auslöser der Rallye durch das Schulhaus war der „Welttag des Buches“. In dreidimensionaler Weise konnten sich die Kinder durch die Schule bewegen und dabei knifflige Rätsel lösen. Natürlich galt es zuerst, die Rätseltexte konzentriert zu lesen. Einmal bestand die Aufgabe darin, Fehler zu finden, ein anderes Mal mussten Buchstaben entziffert und Wörter vervollständigt werden. Die Rätsel standen stets auch in Beziehung zu den Räumen, in denen sich die Schüler gerade befanden.

„Die virtuelle Rallye, welche durch das Team der Mediothek geplant und von unserem Schulleiter Alexander Hauptmann programmiert wurde, löste bei den Schülern Begeisterung aus. Aber auch Erwachsene haben ihren Spaß an dieser Animation“, bemerkte Brenneis schmunzelnd. Am Ende der spektakulären und aufregenden Tour durch das Schulgebäude mussten die Schüler alle Antworten auf einem Lösungsblatt notieren und der Mediothek per Mail zuschicken. „Aus jeder Klasse wird ein Sieger gekürt und mit tollen Buchpreisen belohnt“, kündigte Stufenleiter Brenneis an.

 Buchsieger

Damit neben den digitalen Angeboten auch das gedruckte Buch nicht zu kurz kommt, bekamen die Fünftklässler zum „Welttag des Buches“ auch noch eine eigene Lektüre geschenkt. Glücklicherweise hatte Doris Helferich von der Buchhandlung am Rathaus hierzu erneut als Sponsorin ihre Unterstützung zugesagt. 

Schulleiter Alexander Hauptmann dankte dem Team der Mediothek, der Buchhändlerin Doris Helferich und Stufenleiter Sebastian Brenneis für die Durchführung der Schulrallye sowie für die Bücherspende. Lesen sei, so führte Hauptmann aus, eine „Schlüsselkompetenz“, die es ermögliche, eigenes Wissen zu konstruieren. Eine wichtige Aufgabe der Schule sieht der Schulleiter darin, „bei den Kindern und Jugendlichen die Lust am Lesen zu wecken“.

BUCHPRÄSENT. Buchhändlerin Doris Helferich von der Buchhandlung am Rathaus überreichte den Fünftklässlern der Heinrich-Böll-Schule aus Anlass des „Welttag des Buches“ eine spezielle Publikation. Die Schüler freuten sich sichtlich über das Buchpräsent und fieberten dem Lesespaß entgegen. Unser Foto zeigt (v.r.n.l.) die Mitarbeiterin im Team der Mediothek, Antonia Froese, Oberstudienrätin a.D., Silvia Hantke, Buchhändlerin Doris Helferich, Klassenlehrer Felix Urbanczyk sowie Stufen- und Fachleiter Sebastian Brenneis.

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Optimale Beratung garantiert

Optimale Beratung garantiert

Heinrich-Böll-Schule heißt Laufbahnberaterin Bianca Sommerfeld willkommen

Fürth. Der Wechsel erfolgte nahtlos: Stufenleiterin Astrid Schulze Icking hieß die neue Laufbahnberaterin der Agentur für Arbeit, Bianca Sommerfeld, an der Heinrich-Böll-Schule herzlich willkommen. Sie tritt die Nachfolge von Annegret Springer an, die ihren wohlverdienten Ruhestand genießt.

In Zusammenarbeit mit Nicole Agostin-Spies, Lehrkraft für Berufsorientierung, und Lehrerin Katharina Sattler, HBS-Verantwortliche in Sachen Berufsvorbereitung, sorgt Bianca Sommerfeld für eine optimale Beratung der Neunt- und Zehntklässler.

Die Heinrich-Böll-Schule gehört zu den wenigen Schulen in Hessen, die über eine Lehrkraft für Berufsorientierung verfügen und darüber hinaus den „Luxus“ haben, dass eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht. Nicht zu vergessen die Pädagogin, die alle Projekte rund um die Berufsvorbereitung organisiert. Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt bezeichnet die integrierte Gesamtschule als „Vorreiter“ auf diesem Gebiet.

„Unsere Schule ist bezüglich der Laufbahnberatung unserer Schüler und der Vorbereitung auf das berufliche Leben sehr gut aufgestellt. Wir messen diesem Bereich große Bedeutung bei, denn je intensiver die Betreuung und Beratung der Schüler erfolgt, desto erfolgreicher verlaufen die späteren Schul- und Berufswege der Jugendlichen“, fasst Stufenleiterin Astrid Schulze Icking die Anstrengungen der integrierten Gesamtschule zusammen.

LAUFBAHNBERATUNG. Bianca Sommerfeld (links) heißt die neue Laufbahnberaterin der Agentur für Arbeit, die für die Schüler der Heinrich-Böll-Schule zuständig ist. Stufenleiterin Astrid Schulze Icking (2.v.l.) hieß die Beraterin an der integrierten Gesamtschule willkommen. Gemeinsam mit Lehrerin Katharina Sattler (2.v.r.), verantwortlich für Projekte rund um die Berufsvorbereitung, und der Lehrkraft für Berufsorientierung, Nicole Agostin-Spies (rechts) garantiert sie für eine optimale Laufbahnberatung der Schüler.

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