Keine Ergebnisse gefunden
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.
Die Freude über den Erfolg beim Mathematik-Wettbewerb der Heinrich-Böll-Schule war den besten Schülern ins Gesicht geschrieben. Alle Achtklässler hatten sich der Prüfung gestellt und sehr knifflige Aufgaben gelöst. Die Leiterin der Fachschaft Mathematik, Claudia Fellenberg (links), hatte den Wettbewerb organisiert und die Ergebnisse ausgewertet.
„Wir waren insgesamt sehr zufrieden mit den Leistungen unserer Schüler. Es ist wichtig, Interesse für das Fach Mathematik zu wecken; das gelingt uns alljährlich mit diesem Wettbewerb“, betonte die Pädagogin. Ihr Dank galt den Kollegen/innen der Fachschaft für die Mitarbeit.

Schulleiter Alexander Hauptmann (Mitte) schloss sich den Dankesworten an und würdigte das Engagement der Fachleiterin Claudia Fellenberg. Ein dickes Lob des Schulleiters ging natürlich an die Adresse der erfolgreichen Schüler.
Den ersten Platz unter den A-Kurs-Schülern (gymnasiales Niveau) belegte Nils Bielawa. Aus den B-Kursen (Realschulniveau) ging Angela Strambach als Siegerin hervor, gefolgt von Philipp Dörsam und Paul Hartmann, der punktgleich mit Philipp auf Platz zwei landete. In den C-Kursen erreichte Dominik Grimm das beste Ergebnis, gefolgt von Robin Lutgen und Bartlomiej Rudzki, die punktgleich den zweiten Platz belegten.
Die besten Mathematiker erhielten neben einer Urkunde noch einen Gutschein. Nicht nur die geehrten Schüler freuten sich über die Erfolge, auch die beteiligten Lehrer Barbara Knoll, Katharina Sattler (2.v.r.) und Marc Fellenberg (2.v.l.).
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.
Königin Kleopatra hätte keine Sekunde gezögert und sofort zur Seife mit Ziegenmilchpulver und Goldstaub gegriffen. Obwohl: Die Herrscherin hätte an der Heinrich-Böll-Schule die Qual der Wahl gehabt. Immerhin war noch die Seife „Blueberry Creame“ im Angebot. Nicht zu vergessen die Seife mit Distelöl, die für einen sanften Schaum und ganz glatte Haut sorgt. Damit immer noch nicht genug: Die Seife mit Melone-Duft war ebenso verführerisch wie jene mit Avocado-Öl.
Fast jeder Schüler blieb am Tisch mit den Seifen im Foyer der integrierten Schule stehen. Zu auffällig und ausgefallen war die Präsentation der Handseifen, die dekorativ zum Kauf angeboten wurden. Wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Angebot?

Lehrer Ulli Keßler hatte die Idee, Waren aus Naturprodukten in seinem Wahlpflichtunterricht herzustellen. Die 18 Zehntklässler einigten sich schnell darauf, eine Seifenmanufaktur aufzubauen. Zum einen wird das Reinigungsmittel gerade in Pandemiezeiten permanent benötigt, und zum anderen sind Handseifen wieder „in“, zumal sie keine Plastikpartikel beinhalten und keinerlei Müll verursachen.
„Mein Ansatz, mit Naturprodukten zu arbeiten, war mit dieser Idee vollumfänglich erfüllt“, erklärte der Pädagoge Ulli Keßler. Der Siedeprozess sei, so der HBS-Lehrer, keineswegs aufwendig. Die Schüler kümmerten sich um die Beschaffung der Rohstoffe, kreierten Designs, kalkulierten den Preis und formulierten eine „Firmenphilosophie“. Es sei höchst interessant gewesen zu erleben, wie aus Schülern plötzlich Unternehmer geworden seien, die gewinnbringend agierten, ohne jedoch das Produkt überteuert auf den Markt zu bringen, konstatiert Ulli Keßler.
Der Verkauf der Seifen geriet zu einer echten Erfolgsstory: Die in handlichen Portionen angebotenen Seifen gingen weg wie warme Semmeln. Am Ende blieb ein ansehnlicher Gewinn in der Kasse. Der Erlös kommt dem Schulgarten zugute. Dort soll, so die Idee der Mitglieder der Seifenmanufaktur, Lavendel gedeihen, ein Naturprodukt, das bei der nächsten Seifenherstellung Verwendung findet. „Sage einer, die Schüler der HBS würden nicht zukunftsorientiert denken“, stellte Schulleiter Alexander Hauptmann fest. Der Chef der integrierten Gesamtschule wäscht sich seine Hände übrigens mit der fruchtig-frischen Melonenseife.
Zurück zu Königin Kleopatra: Sie wäre mit der Goldstaubseife eine echte Trendsetterin gewesen, denn dieses Produkt stieß auf besonders große Nachfrage.
QUAL DER SEIFENWAHL. Der Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule, Alexander Hauptmann, (r.) hatte die Qual der „Seifenauswahl“. Letztlich entschied sich der Chef der integrierten Gesamtschule für die fruchtig-frische Melonenseife. Das Projekt, Seifen aus Naturprodukten herzustellen, hatte Lehrer Ulli Keßler initiiert.
Erfahrungsberichte der Schülerinnen und Schüler, Impressionen des Herstellungsprozesses und natürlich die produzierten Seifenstücke finden Sie auf unserer Homepage im Bereich Unterricht – Fachbereiche – Wahlpflicht oder direkt über diesen LINK.

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.
Schüler der Sprachintensivklasse der Heinrich-Böll-Schule bauen Batterien
Naturwissenschaftlicher Unterricht beginnt mit der Neugier auf etwas Neues und Unbekanntes. Schüler und Lehrer wollen im Idealfall gemeinsam den Phänomen aus unserem Alltag auf den Grund gehen und die Natur und Technik in unserer Lebenswelt verstehen. Ebenso wie das Experimentieren ist auch die Verwendung der Fachsprache mit vielen neuen Begriffen ein Teil des Verstehensprozesses. Dies stellt die Pädagogen immer wieder vor eine Herausforderung, insbesondere, wenn Deutsch nicht die Muttersprache der Schüler ist. An der Heinrich-Böll-Schule wird auf diese Besonderheit ein besonderes Augenmerk gerichtet.
Für Neuankömmlinge bieten die integrierte Gesamtschule Sprachintensivklassen (SIK) an, in denen die Kolleginnen Brigitte Harder und Gabriele Sarkany und sowie der Kollege Mohamad Hodroj den Schülern helfen, die Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu lernen. Dass dies gut funktioniert, zeigt sich unter anderem beim Übergang in die fortgeschrittene SIK 2 und den Möglichkeiten, andere Fächer zu unterrichten.
Im sprachsensiblen naturwissenschaftlichen Unterricht bauen die Lernenden unter der Leitung von Biologielehrer Tobias Orth Batterien aus verschiedenen Materialien. Die fachlichen Grundlagen für die Experimente erarbeiten sich die Schüler anhand der Sprachlern-App „Anton“ auf den schuleigenen iPads. Dabei werden audio-visuell und interaktiv Inhalte wie Strom im Alltag und Stromkreisläufe behandelt.
Schließlich wollen die erworbenen Erkenntnisse angewendet und überprüft werden. Aus Kartoffeln, Zitronen und Orangen bauen die Jugendlichen Batterien, indem sie das Obst oder Gemüse mit verschiedenen Metallen wie Kupfer, Eisen, Zink und Magnesium als Elektrodenmaterial kombinieren. Anhand der Messgeräte wird die erzeugte Spannung gemessen und anschließend notiert.
Vor allem das praktische Arbeiten hat den Schülern im Unterricht sichtlich Spaß gemacht. Jede Menge Motivation, sich weiterhin mit neuen Themen und auch vielen neuen Fachbegriffen aus den Bereichen der Naturwissenschaften auseinanderzusetzen. Ziel ist es schließlich, einen Übergang in die Regelklassen zu ermöglichen.

Die Schulleitung ist den unterrichtenden Pädagogen sehr dankbar für die Arbeit, die geleistet wurde und für die Unterstützung von außen durch Fördermittel, um den Unterricht für alle Klassen kreativ und anschaulich gestalten zu können.
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.
Workshop Cybermobbing für die Jahrgänge 7 und 8 an der Heinrich-Böll-Schule / Medienkompetenz stärken
Fürth. Cybermobbing, Sexting, Horror-Kettenbriefe, Hassbotschaften im Netz – die Formen von Gewalt, Schikane und Niedertracht in der virtuellen Welt sind vielfältig. Schulen dürfen vor diesem Thema nicht die Augen verschließen. Die Heinrich-Böll-Schule organisiert daher seit vielen Jahren Workshops, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen. In der Woche der Abschlussprüfungen beschäftigten sich die Schüler der Jahrgänge 7 und 8 mit dem Thema „Cybermobbing“. Als kompetenten Partner konnte die integrierte Gesamtschule dafür das Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen (MuK) gewinnen. Finanziert wurde die Veranstaltung von der Medienanstalt Hessen.

Das Projekt wurde an zwei Prüfungstagen durchgeführt. Peter Holnick, Geschäftsführer des Instituts, sprach mit den Schülern über ihre Lebenswelt, die Problematik Cybermobbing und den Umgang damit. Zunächst stellte Holnick fest, dass die reale und die virtuelle Welt der Heranwachsenden immer stärke verschwimme und eine klare Trennung mittlerweile nicht mehr möglich sei. Die Frage, wer man ist und wer man sein will, werde daher, so Holnick weiter, nicht mehr nur in der realen, sondern verstärkt in der virtuellen Welt beantwortet.
Dass Kinder und Jugendliche sich dort ausprobieren und Rückmeldungen einholen, sei ein ganz natürlicher Vorgang. Die Problematik bestehe allerdings darin, dass ehrliches, emotionales Feedback über virtuelle Kanäle deutlicher schwieriger zu transportieren sei als von Angesicht und Angesicht. Kaum eine Nachricht könne mehr zweifelsfrei entschlüsselt werden, wenn die Bedeutung nicht mit Smileys konkretisierte werde. Hier entstünden viele Missverständnisse.
Interaktiv wurde dann besprochen, wie es eigentlich zu Cybermobbing kommt. Dass die meisten Cybermobbing-Fälle durch Langeweile der Täter entstehen, wissen die Schüler der HBS. In Holnicks Umfrage konnten die Jahrgänge diese als Hauptursache ausmachen, gaben jedoch zu bedenken, dass dies oft auch ein Zusammenspiel aus weiteren Faktoren wie beispielsweise Rache sei.

Im Anschluss wurden dann Präventions- und Interventionsstrategien besprochen. Ganz besonders wichtig für die Mobbing-Prävention sei es, eine gesunde Empathiefähigkeit zu besitzen. Wer sich in andere hineinversetzen kann, schätzt auch deutlich angemessener die Folgen seiner Handlungen ab. Eine wichtige Bestärkung des pädagogischen Konzepts für die Klassenlehrkräfte der Jahrgänge 7 und 8 sowie Stufenleiter Sebastian Brenneis, die Klassengemeinschaft nicht nur in der Unterstufe anzubahnen, sondern eben auch in den weiterführenden Jahrgängen immer wieder auszubauen und zu festigen. Auch die Eltern und Erziehungsberechtigten müssten, so Holnick, in die Medienbildung mit einbezogen werden. Ein offener Diskurs über Inhalte, Apps und Vorkommnisse in der digitalen Welt müsse ebenso zum Tischgespräch gehören wie das Reden übers Wetter.
Auch für den Fall, dass es tatsächlich zu Mobbingfällen kommen sollte, gab Holnick wertvolle Hinweise. So sei es wichtig, offen mit Ansprechpersonen wie Eltern oder Lehrkräfte über Vorfälle zu reden. Gerade auch im Hinblick auf das weitere Vorgehen, bis hin zur Strafverfolgung, sollte Mobbing immer dokumentiert werden (z.B. Screenshots machen). Auch die Polizeidienststellen verfügen über kompetentes Ansprechpersonal. Die zuständige Beamtin für die Heinrich-Böll-Schule ist Frau Netzer von der Polizeistation Heppenheim.
In einer fruchtbaren Diskussion am Ende des Vortrags zeigten die Schüler der Jahrgänge 7 und 8, dass sie mit der Problematik durchaus vertraut sind. Abschließend gab Holnick der Mittelstufe mit, sich auf die Suche nach ehrlicher Selbsterfahrung zu begeben. Rausgehen, das Abenteuer suchen, sich erleben – dies seien wertvolle Alternativen zu Erprobungen, auch mit Mobbing, in der virtuellen Welt. Für Stufenleiter Sebastian Brenneis war nach den Vorträgen und der vorangegangenen Kollegiums-Fortbildung schnell klar, dass der Vortrag von Herrn Holnick wertvolle Impulse in den Jahrgängen setzen konnte. “Solche Workshops, die bei unseren Schülerinnen und Schülern ansetzen und diese ernst nehmen, brauchen wir viel häufiger.”
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.
Genau hinschauen, wer Hilfe braucht
Die Heinrich-Böll-Schule in Fürth hat den Unterricht und die Schüler-Betreuung in der Corona-Pandemie bislang vergleichsweise gut bewältigen können. Besondere Schwierigkeiten hätten allerdings lernschwache Schülerinnen und Schüler, machten Schulleitung und Schulseelsorge bei einem Gespräch mit dem Bergsträßer Dekan Arno Kreh deutlich.

Ortstermin an der Heinrich-Böll-Schhule v.l.: Arno Kreh, Alexander Hauptmann, Barbara Holzapfel-Hesselmann und Astrid Schulze Icking
„Nicht in jedem Elternhaus steht das Kind im Mittelpunkt“, sagte Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann. Als Beispiel führt sie einen Schüler an, der ihr mitteilte, er wolle beim Online-Unterricht zu Hause den Laptop nicht anschalten, weil dann alle mit mitbekämen, wie es bei ihnen aussehe. Es gebe Schülerinnen und Schüler, die sich dem Unterricht per Videokonferenz entziehen würden und es gebe Eltern, die schwer zu erreichen seien, ergänzte die Lehrerin und Stufenleitern der neunten Klassen Astrid Schulze Icking. „Die Schere zwischen den Schülern, die von ihren Eltern unterstützt werden und jenen, die keine Hilfe bekommen, ist in der Pandemie größer geworden.“ Schule lebe vom Miteinander“, erklärte Schulleiter Alexander Hauptmann. „Problematisch kann es dann werden, wenn Kontakte eingeschränkt werden müssen.
Entscheidend ist der persönliche Kontakt
Schulseelsorge sei jetzt, wo es wieder Präsenzunterricht gebe, wichtiger denn je. Sie habe zwar auch einige seelsorgerliche Gespräche per Video-Konferenz geführt, entscheidend sei aber der direkte, persönliche Kontakt, meinte Pfarrerin Holzapfel-Hesselmann. „Ich muss den Kindern in die Augen schauen können, um zu wissen, was mit ihnen los ist.“ Jetzt, wo die Kinder und Jugendlichen wieder in der Schule seien, könnten Klassenlehrer sie auf Schüler aufmerksam machen, denen es nicht gut gehe. „Wir müssen genau schauen, wer jetzt Hilfe braucht und lieber einmal zu viel als zu wenig fragen: ‚Wie geht es dir? ‘“ sagte die Schulseelsorgerin. So habe sie erst durch den direkten Kontakt zu einem Schüler herausgefunden, warum er die erforderlichen Unterrichtsmaterialien nicht dabei habe. Sie hätten 50 Euro gekostet und dieses Geld hätte er nicht gehabt. „Wir haben das dann unbürokratisch gelöst.“
Schule wieder mit Präsenzunterricht
Schulleitung und Schülerschaft seien gleichsam froh, dass wieder Präsenzunterricht stattfinde und sie sich wieder direkt in die Augen schauen könnten. Jetzt sei viel Einzelarbeit erforderlich. Den Fernunterricht habe die Heinrich-Böll-Schule mit ihren rund 800 Schülerinnen und Schülern insgesamt hervorragend stemmen können. „Unsre Schule ist technisch gut ausgestattet. Als eine der wenigen im Kreis Bergstraße haben wir eine Glasfaseranbindung, überall WLAN und ein elektronisches Klassenbuch, auf das Lehrer wie Eltern und Schüler gleichsam Zugriff haben“, erläuterte Schulleiter Alexander Hauptmann. Jeder Schüler, jede Lehrkraft habe Zugangsdaten gehabt, um sofort auf Online-Unterricht umstellen zu können.„Manche Schüler, die sich sonst im Präsenzunterricht kaum zu Wort melden, waren im Fernunterricht sogar leistungsfähiger“, stellte Astrid Schulze Icking fest.
Es kann jeden treffen
Auch die Heinrich-Böll-Schule war vom Infektionsgeschehen betroffen. In der Schule sei das Virus zwar nicht weiterverbreitet worden, aber in den Elternhäusern gab es immer wieder Fälle. Die Lehrerschaft habe gegenüber den Schülern stets deutlich gemacht, dass es jeden treffen könne. Unter den Schülern sei die Solidarität mit Betroffenen groß gewesen. Schulpfarrerin Holzapfel-Hesselmann berichtete von einem Sechstklässler, der lange nicht am Schulunterricht habe teilnehmen können, weil seine Mutter positiv getestet worden sei. „Seine Mitschüler haben ihm jeden Tag einen Brief geschrieben. Und er schrieb zurück ’Beste Klasse der Welt!‘“
Alles ermöglichen, was vertretbar ist
Dekan Arno Kreh bedankte sich für das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer. Auch wenn es absolute Sicherheit in absehbarer Zeit nicht geben könne, ist nach seiner Ansicht die kontrollierte Öffnung der richtige Weg. Dies gelte auch für die Arbeit der Kirchengemeinden etwa beim Konfirmandenunterricht. Denn für Kinder und Jugendliche dauere mehr als ein Jahr Pandemie deutlich länger als für Erwachsene. Sein Appell: „Diejenigen, die am stärksten unter den Einschränkungen leiden, in den Blick nehmen und unterstützen. Und all das ermöglichen, was möglich und vertretbar ist. Vor allem im Freien geht ganz viel.“
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.
Projekt an der Heinrich-Böll-Schule / Gespräch mit dem Kenianer Kizito Ohiambo
Fürth. Rassismus ist ein Thema, das seit geraumer Zeit die Schlagzeilen in den Medien prägt. Leider, denn Rassismus ist gleichbedeutend mit Ausgrenzung. Den betroffenen Personen wird ihre Würde genommen. Diesem schrecklichen Trend gilt es Einhalt zu gebieten, „deshalb wollen wir unsere Schüler für dieses Thema sensibilisieren und zu Toleranz animieren“, wie Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann. Sie organisiert deshalb jedes Jahr die „Toleranztage“ für die Schüler der Heinrich-Böll-Schule. Die Toleranztage finden im Rahmen des Religions- beziehungsweise Ethikunterrichts statt. Als Ansprechpartner für die Schüler steht der Kenianer Kizito Ohiambo zur Verfügung.
Ohiambo lebt seit dem Jahre 2009 in Deutschland und leitet seit 2013 landwirtschaftliche Projekte für Kleinbauern in Kenia. Im Gespräch mit den Schülern möchte er seine Erfahrungen über sein Leben in Deutschland vermitteln und natürlich über Vorurteile diskutieren. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen bildet natürlich die Diskriminierung von Menschen mit dunkler Hautfarbe oder anderer Religion. Für die Schüler der Heinrich-Böll-Schule ist es interessant zu hören, wie sich Alltagsrassismus manifestiert.
Den Kindern wird schnell klar, dass Menschen im Handumdrehen in eine bestimmte Schublade gestopft werden. Kizito Ohiambo machte deutlich, dass jeder auf Grund seiner Geschichte eine Identität besitzt und damit ein gewisses Denken und Urteilen. Dieses Denken, so der Kenianer weiter, sei immer dann beengt und von Vorurteilen behaftet, wenn es sich nicht auf andere Sichtweisen einlasse. Es sei wichtig, so der Referent ausführend, die Schranken im Kopf abzubauen und sich auf Mitmenschen, egal welcher Hautfarbe oder Kultur, einzugehen.
Den Kontakt mit dem Referenten stellte Barbara Holzapfel-Hesselmann über das Bündnis „Gemeinsam für Afrika“ her. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss von Entwicklungsorganisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern Afrikas zu verbessern. Darüber hinaus fördert „Gemeinsam für Afrika“ die Durchführung von Bildungsangeboten wie Workshops oder Vorträge.
„Fundiertes Wissen führt dazu, dass rassistische Gedanken und Vorurteile verschwinden beziehungsweise gar nicht erst entstehen. An die Stelle dieser menschenverachtenden Haltung tritt Toleranz, die ein friedliches Miteinander begünstigt“, fasst Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann das Ergebnis der „Toleranztage“ an der Heinrich-Böll-Schule zusammen. Es sei immer wieder faszinierend festzustellen, wie intensiv sich die Schüler mit dem Referenten austauschen. Die Zeit, so die Schulpfarrerin weiter, reiche oft nicht aus, um alle Themen zu behandeln und alle Fragen zu klären.
„Mit diesem Projekt machen wir unserem Namensgeber Heinrich Böll alle Ehre. Er setzte sich ein Leben lang für Toleranz und Demokratie ein; Rassismus war ihm ein Gräuel“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann. Sein Dank gilt Schulpfarrerin Holzapfel-Hesselmann für die Organisation dieser „gerade in unserer Zeit so wichtigen Aktion“.
Für die Schulleitung war es deshalb selbstverständlich, auch Toleranztage für alle Jahrgänge zu genehmigen. Gemeinsam mit den beiden Lehrern in Ausbildung, Verena Urban und Felipe Schug, hat Barbara Holzapfel-Hesselmann eine Einheit erarbeitet, die im Juni terminiert ist. In diesem Zusammenhang gilt der Dank der Organisatoren dem Förderverein der Schule, der sofort bereit war, die Finanzierung von notwendigen Materialien zu übernehmen.
Auf Grund der Pandemie finden die Toleranztage der integrierten Gesamtschule in virtueller Form statt.
TOLERANZ STATT RASSISMUS. Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann organisiert an der Heinrich-Böll-Schule sogenannte „Toleranztage“. Ziel ist es – ganz im Sinne des Namenspatrons Heinrich Böll – den Schülern deutlich zu machen, wie wichtig es ist, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen und Rassismus keine Chance zu geben.
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.