MINT-Fächer ins Rampenlicht gerückt

MINT-Fächer ins Rampenlicht gerückt

Heinrich-Böll-Schule mit dem „MINT-Zertifikat“ ausgezeichnet / Lohn für jahrelanges Engagement

Die Heinrich-Böll-Schule gehörte vor einigen Jahren zu den ersten Schulen in der Region, die das Fach „Naturwissenschaften“, eine Synthese aus Biologie, Physik und Chemie, in den fünften und sechsten Klassen einrichtete. Schnell wurde „Nawi“ zum Lieblingsfach der jüngsten Schüler der integrierten Gesamtschule. Chemie und Physik machten plötzlich ebenso viel Spaß wie Biologie. Die naturwissenschaftlichen Fachschaften reagierten auf diesen Trend: Sie entschieden sich dafür, Nawi auch im siebten Jahrgang anzubieten. Die HBS hat damit ein Alleinstellungsmerkmal.

Diese Entwicklung ist nur ein Mosaikstein im Gesamtwerk, das unter dem Namen „MINT“ firmiert. Hinter dieser Abkürzung verstecken sich die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. „Wir haben an der HBS schon frühzeitig festgestellt, dass sich diese Fächer ideal ergänzen, dass sie immer wichtiger werden im späteren Berufsleben unserer Schüler. Es war an der Zeit, die MINT-Fächer ins Rampenlicht zu rücken“, erklärt Schulleiter Alexander Hauptmann, der viele Projekte im Fach „Informatik“ initiierte.

Dass der Technikbereich an der HBS bestens ausgestattet ist und über eine Vielzahl an Lernangeboten bereithält, ist hinlänglich bekannt. Stellvertretend sei die Metallabteilung mit den CNC-gesteuerten Fräsmaschinen genannt. Die Schüler können am Computer Konstruktionszeichnungen erstellen und dann die Maschinen ansteuern, die aus Metall das gewünschte Werkstück fräsen.

Die Mathematiker ihrerseits animieren ihre Schüler immer wieder mit Wettbewerben dazu, sich für dieses Fach zu begeistern. Es gehe darum, so die Fachschaft, die landläufige Meinung, Mathematik sei schwer und langweilig zugleich, zu widerlegen.

Die Chemiefachschaft ihrerseits weckt das Interesse der Schüler mit verschiedenen Projekten. Fachlehrerin Agnieszka Pietrzak bietet einen Kurs „Chemie im Alltag“ an und nimmt mit Jugendlichen am hessenweiten Wettbewerb der Universität Frankfurt unter dem Motto „Chemie – mach mit!“ teil. In der Vergangenheit unternahm die Fachschaft auch Exkursionen zum Chemieunternehmen BASF, um dort hautnah zu erleben, wie beispielsweise in Laboren gearbeitet wird.

Als die Fachschaften der MINT-Fächer unlängst Bilanz ihrer Aktivitäten zogen, wurde schnell klar, dass man damit eigentlich längst alle Voraussetzungen für die Zertifizierung zur „MINT-Schule“ erfüllte. Jetzt galt es, die Projekte zu beschreiben, die Aktivitäten zu dokumentieren und die aktuelle Arbeit in diesen Bereichen zu skizzieren.

„Die Zertifizierung klappte auf Anhieb. Wir haben sofort alle Bedingungen erfüllt“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann, der den Fachschaften ein dickes Lob aussprach. Das Zusammenspiel zwischen der Digitalisierung – die HBS ist auch als „Digitale Schule“ zertifiziert – und den MINT-Fächern war gerade während der Pandemie von entscheidender Bedeutung für einen Lernerfolg unter schwierigen Bedingungen.

„Die Zertifizierung ist für uns Ansporn, auch in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf die MINT-Fächer zu legen“, erklärt der Schulleiter. In einer technisierten Welt, die von neuen Medien geprägt sei und auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen basiere, seien die genannten Fächer von immenser Bedeutung für eine umfassende Bildung der Schüler, fasst der Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule zusammen.

Chemie – mach mit! Schüler der Heinrich-Böll-Schule nehmen unter Leitung von Fachlehrerin Agnieszka Pietrzak (r.) an einem hessenweiten Wettbewerb teil. Schulleiter Alexander Hauptmann (l.) ist stolz, dass sich die Heinrich-Böll-Schule nun auch zertifizierte „MINT-Schule“ nennen darf.

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Als Schüler vom integrierten System profitiert

Als Schüler vom integrierten System profitiert

Sebastian Brenneis neuer Stufenleiter an der Heinrich-Böll-Schule / Schulleitungsmitglied mit Stallgeruch

Der neue Stufenleiter kennt die Schule aus dem Effeff, er ist ein Mann mit „Stallgeruch“: Die Rede ist von Sebastian Brenneis, den das staatliche Schulamt Ende Oktober offiziell mit den Aufgaben eines Stufenleiters an der Heinrich-Böll-Schule betraute. „Sebastian Brenneis, der zuvor diese anspruchsvolle Tätigkeit kommissarisch ausübte, ist aus dem Schulleitungsteam nicht mehr wegzudenken. Er ist engagiert, bestens in der Schule und in der Gemeinde vernetzt und bringt viele innovative Ideen ein“, lobt Schulleiter Alexander Hauptmann sein neues Teammitglied.

Dass der gebürtige Fürther nach seinem Studium an der Universität in Heidelberg und seinem Referendariat an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim wieder an „seine“ Schule zurückkehrte, ist kein Zufall. Sebastian Brenneis ist ein überzeugter „IGSler“, denn: „Ich habe als Schüler sehr vom integrierten System profitiert.“ Nebenbei bemerkt: Die Heinrich-Böll-Schule ist die einzige integrierte Gesamtschule im Kreis Bergstraße. Die Schüler haben Zeit, um sich zu entwickeln und werden nicht von vornherein ohne ein Entkommen in eine Schublade gesteckt.

Der Deutsch- und Englischlehrer profilierte sich vom ersten Tag an als Pädagoge mit zeitgemäßen Methoden und dem Einsatz digitaler Medien. Sein guter Draht zu Schülern, Eltern und Kollegium sowie sein ausgeprägtes Organisationstalent waren im Nu bemerkbar. „Wir haben schnell sein Potential erkannt“, ergänzt Schulleiter Hauptmann. Sebastian Brenneis legte sozusagen einen Blitzstart hin, der ihn schon nach zwei Jahren an der HBS auf die vakante Stufenleiterstelle katapultierte. Dass er der richtige Mann am richtigen Platz ist, war Schulleitung und Kollegium schon nach wenigen Wochen glasklar.

„Als die Stelle ausgeschrieben wurde, war es für mich selbstverständlich, meine Bewerbung abzuschicken. Ich musste keine Sekunde lang überlegen“, erklärt Brenneis. Der Job mache ihm, beteuert der neue Stufenleiter, „sehr viel Spaß“, denn zum einen komme der Unterricht nicht zu kurz, und zum anderen könne er Schule mitgestalten.

In seiner neuen Funktion muss er sich um zwei wichtige Bereiche kümmern: Da ist die Organisation der Kurse, die Datenpflege und alle Tätigkeiten rund um die Verwaltung auf der einen Seite und die pädagogische Arbeit sowie die Kommunikation mit den Eltern auf der anderen Seite. Damit nicht genug: Sebastian Brenneis pflegt ein pädagogisches Netzwerk, bestehend aus verschiedenen Organisationen und Personen, angefangen bei den BFZ- und UBUS-Kräften, dem Patenprojekt „Rückenwind“ bis hin zu den Verantwortlichen der Berufsorientierung. Der Fürther ist ein echter Allrounder und deshalb auch erster Ansprechpartner, wenn es Fragen oder Probleme rund um die Digitalisierung gibt.

Auf Grund der Vielzahl an Aufgaben könnte man meinen, Sebastian Brenneis habe keinen Kopf mehr für andere schulische Themen. Weit gefehlt! Die „Schule der Zukunft“ ist ein Thema, das ihm auf den Nägeln brennt. Er stellt sich eine Schule vor, „die deutlich offener ist, die sich dem Problem der heterogener werdenden Klassen stellt und den Unterricht danach ausrichtet.“ Für Brenneis ist klar: „Das klassische dreigliedrige Schulsystem hat keine Zukunft mehr.“

Dass das integrierte System bereits ein zukunftsorientiertes Modell darstellt, spielt dem neuen Stufenleiter bei seinen Überlegungen und Visionen in die Karten. „Wir sind bestens gewappnet für das, was in den nächsten Jahren auf dem Schulsektor kommt“, ist sich der bodenständige Pädagoge, der mit seiner Frau und seinem Filius in Fürth wohnt und dort nun auch ein Haus baut, sicher. Vor allem auch deshalb, „weil wir ein unglaublich motiviertes Kollegium haben, das sich auf Veränderungen – siehe Digitalisierung – einlässt.“

„Die Schulgemeinde ist froh, dass Sebastian Brenneis als Stufenleiter für die Jahrgänge 7 und 8 seine Fähigkeiten zur Geltung bringen kann. Er ist ein großer Gewinn für die Schulleitung und die HBS gleichermaßen“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann. Es lohnt sich also für beide Seiten, dass der ehemalige Schüler in neuer Funktion an seiner alten Schule wirken kann.

NEU IM TEAM. Sebastian Brenneis (l.) wurde mit der Wahrnehmung der Aufgaben eines Stufenleiters an der Heinrich-Böll-Schule beauftragt. Schulleiter Alexander Hauptmann (r.) weiß die Fähigkeiten seines neuen Teammitglieds zu schätzen.

 

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Zur Stelle, wenn ein Konflikt droht

Zur Stelle, wenn ein Konflikt droht

Streitschlichter der Heinrich-Böll-Schule leisten einen wichtigen Dienst

Überall dort, wo viele Kinder und Jugendliche täglich aufeinandertreffen, besteht die Gefahr, dass es zu Konflikten kommt. Ein falsches Wort, eine provozierende Geste, ein höhnisches Lachen und schon ist eine Eskalation vorprogrammiert. Bevor es zu Handgreiflichkeiten kommt, sind Streitschlichter gefragt. Sie beruhigen die beiden Parteien, hören sich die jeweiligen Standpunkte an und sorgen für ein friedliches Miteinander.

An der Heinrich-Böll-Schule sind Streitschlichter in ihren Leuchtwesten in den Pausen überall auf dem Schulhof unterwegs. Sie sind weithin sichtbar und können schnell gerufen werden, wenn ein handfester Streit droht. „Wir haben mit unserem System, dass Schüler Konflikte unter Schülern schlichten, sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann. Sie und die Lehrerin Lara Herbert sind für die Ausbildung und Betreuung der Streitschlichter verantwortlich. „Wenn ein Streitschlichter auftaucht, beruhigen sich die Streithähne von alleine. Sie lassen sich dann bereitwillig auf ein klärendes Gespräch ein“, ergänzt die Pädagogin Lara Herbert.

Auf Grund der Pandemie musste im vergangenen Schuljahr eine Ausbildung von Freiwilligen ausfallen. Die beiden Verantwortlichen entschieden sich dafür, eine komplette sechste Klasse zu unterweisen. Ein Großteil dieser Schüler fand Gefallen an der wichtigen Aufgabe und schloss sich den verbliebenen Streitschlichtern an. Hinzu kamen noch zwei Zehntklässler und ein Schüler aus der Sprachintensivklasse. „Wir haben eine sehr engagierte Gruppe, die mit großem Verantwortungsbewusstsein ans Werk geht“, betont Barbara Holzapfel-Hesselmann.

Was passiert, wenn die Schlichter partout keine Lösung finden und die beiden Parteien immer noch auf Kriegsfuß stehen? Dann müssen die zuständigen Klassenlehrer das Problem angehen und unter Hinzuziehung der Eltern den Konflikt lösen.

„Bisher haben es die Streitschlichter immer geschafft, ihre Mitschüler zur Vernunft zu bringen. Meist erreichen sie sogar, dass sich die Kampfhähne freundschaftlich die Hand schütteln“, konstatieren Holzapfel-Hesselmann und Herbert unisono. Die Streitschlichter leisteten, davon sind sich die beiden Pädagoginnen einig, einen wichtigen Dienst im Rahmen der Schulsozialarbeit. Das sieht auch der Förderverein der Heinrich-Böll-Schule, der die Anschaffung der Signalwesten mit 700 Euro finanzierte.

Streitschlichter. Einen wichtigen Dienst auf dem Feld der Schulsozialarbeit leisten die Streitschlichter der Heinrich-Böll-Schule. Betreut werden sie von Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann (l.) und Lehrerin Lara Herbert (r.).

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Die Schülerinnen und Schüler der HBS packen Weihnachtspäckchen für Kinder in Not

Die Schülerinnen und Schüler der HBS packen Weihnachtspäckchen für Kinder in Not

Gerade in dieser schwierigen Zeit
Die Fachschaft Religion

Die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Böll-Schule packen seit vielen Jahren Weihnachtspäckchen. Dieses Jahr sollen die Geschenke wieder bedürftigen Kindern und Jugendlichen in Osteuropa gebracht werden über die Stiftung Kinderzukunft.

In den Päckchen (z.B. Schuhkarton) können kleinen Weihnachtsgeschenke wie neue Kleidung, Accessoires, Dekoartikel und Spielsachen (auch gute gebrauchte), Schulsachen, Kosmetika und Süßigkeiten für Kleinkinder (3 Monate – 3 Jahre), Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre gelegt werden. Die Päckchen sollen bitte mit einer Angabe über Geschlecht und Alter des zu beschenkenden Kindes versehen sein.

Mit dieser Aktion wollen wir mit Ihrer und Eurer Hilfe denen eine kleine Freude bereiten, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.

Die Päckchen sollen bis
Dienstag, den 23. November 2021
Bei den Klassen- oder Religionslehrern abgegeben werden.

Vielen Dank für Ihre und Eure Hilfe.

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Besonderes Flair weckt Freude am Lesen

Besonderes Flair weckt Freude am Lesen

Französischschüler der Heinrich-Böll-Schule in der Bibliothèque francophone in Frankfurt

Die vielfältigen Impressionen, das außergewöhnliche Flair, die prominenten Personen und das besondere Ambiente beim „Comité de Lecture“ in der Bibliothèque francophone in Frankfurt faszinierten und beeindruckten die 30 Französischschüler der Heinrich-Böll-Schule gleichermaßen. Sie erlebten in der Mainmetropole eine Veranstaltung von außerordentlicher Güte. Die Autorenlesung mit dem Journalisten und Schriftsteller Yann Mens wird wohl noch sehr lange in Erinnerung bleiben und womöglich das Verhältnis der Schüler zum Nachbarland Frankreich und namentlich zur Literatur dieses Landes nachhaltig prägen. 

Mit Yann Mens erlebten die Fürther Schüler, begleitet von Französischlehrerin Christina Walder und Oberstudienrat Sven Spottka, einen der schillerndsten Schriftsteller und Journalisten Frankreichs. Mens´ Vita ist so facettenreich wie ein Kaleidoskop. Er ist Chefredakteur der vierteljährlichen Zeitschrift Alternatives Internationales und ausgewiesener Experte des internationalen Zeitgeschehens. Unvergessen bleibt sein Interview mit dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Bekannt ist Mens auch für seine Kurzgeschichten, die sich mit den unterschiedlichsten Themen des Alltags beschäftigen. Darüber hinaus ist er ein Kenner der Jazzszene, daher finden seine Rezensionen zu neuen Jazzveröffentlichungen große Beachtung. Der 1958 geborene Franzose verfasste das vielbeachtete Jugendbuch „Le fils de Django“. Django Reinhardt, ein französischer Gitarrist, Komponist und Bandleader, der als Begründer und Vorreiter des europäischen Jazz gilt, prägt als Spiritus Rector die Lektüre.

Dass Yann Mens in Frankfurt anwesend war, hatte einen driftigen Grund: Die Bibliothèque francophone wurde feierlich eingeweiht. Hochrangige Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung Frankreichs, die für Kulturbelange zuständige sind, ließen es sich nicht nehmen, beim „Comité de Lecture“ anwesend zu sein, um dem Motto „Au plaisir de lire“ (Freude/Lust am Lesen) noch mehr Gewicht zu verleihen. Neben Schülern der HBS aus dem Odenwald waren auch Jugendliche der Carl-Schurz-Schule aus Frankfurt dabei. Der Leiterin der Bibliothek, Alice Genthy-Beckers, war die Freude über dieses Event ins Gesicht geschrieben, zumal seit einer längeren pandemiebedingten Zwangspause endlich wieder eine Lesung stattfinden konnte.

Die Fachschaft Französisch an der Heinrich-Böll-Schule hat den Anspruch, ihren Schülern wenigstens einmal in ihrer schulischen Laufbahn die Teilnahme an einem „Comité de Lecture“ zu ermöglichen.

„Die gesamte Zeit über wurde nur Französisch gesprochen. Unsere Schüler meisterten diese Herausforderung mit Bravour“, erzählt Französischlehrer Spottka. Sie nutzten die einmalige Gelegenheit, den berühmten Journalisten zu seinen Texten und seiner Arbeit zu befragen. Yann Mens verstand es auf sehr charmante wie unterhaltsame und verständliche Weise, das Interesse für Literatur zu wecken. Dass sein sprachlicher Anspruch sehr hoch war und der Schriftsteller in einer Art parlierte, als habe er Studenten vor sich sitzen, tat der Faszination der Schüler am Vortrag keinen Abbruch.

„Beim gemütlichen Umtrunk und kulinarischen Genüssen aus Frankreich bewegten sich unsere Schüler völlig ungezwungen in den Räumen und parlierten mit der französischen Prominenz“, schildern Christina Walder und Sven Spottka ihre Eindrücke.

Die Bibliotheksleiterin Genthy-Beckers hatte für die Reisegruppe aus dem Odenwald am Ende noch eine Überraschung parat: Sie händigte den Schülern einen originellen Koffer in Pinguin-Form aus, der prall gefüllt ist mit französischer Literatur aller Art. „Wir werden davon reichlich Gebrauch machen und den Inhalt des Koffers im Unterricht oft verwenden“, betonen die beiden Französischlehrer unisono.  

BESONDERES AMBIETE. Schüler der Heinrich-Böll-Schule erlebten beim „Comité de Lecture“ in der Bibliothèque francophone in Frankfurt einen faszinierenden Vortrag des Journalisten und Schriftstellers Yann Mens. Unser Bild zeigt die Schüler mit Yann Mens und den Französischlehrern Christina Walder und Sven Spottka.

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Amtlich zertifiziert: HBS ist eine digitale Schule

Amtlich zertifiziert: HBS ist eine digitale Schule

Freude über Auszeichnung bei Schulleitung und Kollegium / Eine von 19 hessischen Schulen

Das Jahr 2021 geht mit Sicherheit in die Geschichtsbücher ein: zum einen wegen der Pandemie und zum anderen auf Grund der rasant einsetzenden Digitalisierung in allen Lebensbereichen. Gerade in den Schulen zeigte sich, wer frühzeitig und vorausschauend die Grundlagen für einen problemlosen Start in die neue Zeitrechnung schuf. Unstrittig ist, dass die Schulleitung der Heinrich-Böll-Schule – in enger Kooperation mit den Eltern und vertrauend auf ein engagiertes Kollegium – für optimale Rahmenbedingungen sorgte und den digitalen Schritt schon lange vor der Pandemie wagte.

„Mit dem Zertifikat ´Digitale Schule´ wird uns nun amtlich bestätigt, dass die Welt der neuen Medien und der digitalen Möglichkeiten an der Heinrich-Böll-Schule gelebte Realität ist“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann. Übrigens: Die HBS erhielt dieses Zertifikat im ersten Anlauf.

Der versierte Informatiker Alexander Hauptmann war es, der an der integrierten Gesamtschule die Initiative ergriff und frühzeitig auf ein Glasfaser gestütztes W-LAN setzte. Hauptmann ließ sich nicht vertrösten, sondern pochte permanent auf diese wichtige Ausstattung. Seine Hartnäckigkeit hatte Erfolg: Als eine der ersten Schule im Kreis verfügte die HBS über einen stabilen und vor allem auch schnellen Internetzugang, nicht nur in einigen Räumen, sondern flächendeckend: von Chemiefachraum bis hin zur Sporthalle. Sogar die Mensa verfügt über W-LAN. „Dadurch waren wir in der Lage, während der Pandemie Live-Unterricht aus jedem Klassenzimmer nach Hause zu ermöglichen“, bemerkt Hauptmann.

Der zweite Schritt war folgerichtig: Jetzt musste eine adäquate Ausstattung mit diversen Geräten realisiert werden. Dabei zeigte sich nicht nur der Schulträger, der Kreis Bergstraße, als sehr kulant, sondern auch die Hopp-Fondation. Ihr ist die Anschaffung von Tablet-Koffern zu verdanken. An der HBS können viele Klassen auf jede Menge Tablets zurückgreifen und nicht etwa nur eine oder zwei Klassen. Die Arbeit an Whiteboards ist ebenso Standard wie die Steuerung von CNC-Maschinen in der Zukunftswerkstatt oder die Programmierung eines 3D-Druckers. „Unser Ziel ist es, die Digitalisierung an unserer Schule so zu gestalten, dass sie dem aktuellsten Stand entspricht“, erklärt Schulleiter Hauptmann.

Der Unterricht während der unterschiedlichen Phasen in der Pandemie – vom Homeschooling bis hin zum Hybridunterricht – lief reibungslos. „Das Kollegium ging den eingeschlagenen Weg in die digitale Zukunft vom ersten Tag an mit. Die Begeisterung für die neuen Medien, für die pädagogischen Chancen war spürbar. Es herrschte eine regelrechte Aufbruchstimmung“, erinnert sich Hauptmann. Mittlerweile sei, so der Schulleiter weiter, der Einsatz von Laptop, Tablet und Whiteboard aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. „Unser Antrag auf digitalgestützten Unterricht wurde von den maßgeblichen Stellen deshalb sofort genehmigt“, erwähnt der Schulleiter mit Genugtuung.

 

Wer nun glaubt, die Heinrich-Böll-Schule gebe sich mit dem Erreichten zufrieden, befindet sich auf dem analogen Holzweg. Im Rahmen von zwei pädagogischen Tagen sollen weitere Schritte ausgelotet werden, wie das digitale Angebot und der digitale Unterricht weiter verbessert werden können. „Wir wollen und werden das neue digitalen Schulleben aktiv gestalten“, konstatiert Hauptmann.

Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz vernimmt solche Sätze mit Begeisterung, ist er doch der Überzeugung, „dass bei der Vermittlung wichtiger Kompetenzen immer stärker digitale Hilfsmittel zum Einsatz kommen“ und damit „ein Grundstein für den späteren beruflichen Erfolg“ der Schüler gelegt wird. Das Kultusministerium ließ im Rahmen der Zertifikatsverleihung verlauten, dass mit dem Erhalt des Siegels das Engagement der Schulleitungen und der Lehrkräfte gewürdigt und gestärkt werde, „die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.“

Was steckt hinter dem Zertifikat „Digitale Schule“? Der Kriterienkatalog der von den Schulen erfüllt werden muss, umfasst fünf Module. Dazu gehören unter anderem die Module „Pädagogik und Lernkulturen“, Qualifizierung der Lehrkräfte“ und „Technik und Ausstattung“. Die Ehrung ist wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig. Experten und Wissenschaftler beschäftigten sich intensiv mit den von den Schulen eingereichten umfangreichen Erläuterungen zu den Modulen.

„Dass wir zu den 19 führenden Schulen Hessens auf diesem wichtigen Gebiet gehören, macht uns stolz und motiviert uns gleichermaßen, weiter den eingeschlagenen Weg zu gehen“, fasst Schulleiter Alexander Hauptmann zusammen.

 


Zertifikat. Die Heinrich-Böll-Schule gehört zu 19 Schulen in Hessen, die mit dem amtlichen Zertifikat „Digitale Schule“ ausgezeichnet wurde. Stolz und Freude herrschte darüber bei (v.l.n.r.) Schulleiter Alexander Hauptmann, Stufenleiterin Astrid Schulze Icking, Stufenleiter Sebastian Brenneis und dem stellvertretenden Schulleiter Boris Oberle. Zeitgleich mit der Preisverleihung konnte die Schulleitung alle Kollegen mit Dienstlaptops und -tablets ausstatten.

 

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