160 HBS-Schülerinnen und -Schüler der Jahrgangsstufe 9 bereiten sich auf Berlinfahrt vor
Viel Bewegung und Aufregung war vergangene Woche Freitag (17. April 2026) im Jahrgang 9 der Heinrich-Böll-Schule Fürth zu spüren. Dabei stand nicht einmal eine Prüfung an, sondern es ging um die bevorstehende Wanderwoche im Juni: Die sieben 9. Klassen, die sich aus 160 Schülerinnen und Schülern zusammensetzen, werden mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern in die Hauptstadt Berlin fahren. „Die Fahrt nach Berlin im Jahrgang 9 gehört inzwischen fest zu unserem Fahrtenkonzept“, berichtet Boris Oberle, der der stellvertretende Schulleiter an der integrierten Gesamtschule ist.
„In keiner anderen Stadt lässt sich so viel über deutsche Geschichte und deutsche Politik lernen“, erläutert Lehrerin Isabelle Steiner das Fahrtenkonzept näher. „Zum Rahmenprogramm gehört unter anderem ein Besuch des Bundestags sowie eine Führung durch die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Dieses Pflichtprogramm wird durch ein Wahlprogramm am Tag und am Abend ergänzt. So können die Jugendlichen das weitere Programm nach ihren individuellen Interessen und Vorlieben gestalten“, so Steiner weiter. So haben die Heranwachsenden beispielsweise die Möglichkeit, am Tag den Zoo oder Sanssouci zu besichtigen oder am Abend den berühmten Jugendclub „Matrix“ oder das Musical „Wir sind am Leben“ zu besuchen.
Um die Fahrt in die internationale Großstadt Berlin systematisch zu planen, entfiel der reguläre Fachunterricht. Stattdessen wurden drei inhaltliche Blöcke veranstaltet: In einer Doppelstunde sollten sich die Schülerinnen und Schüler für das Wahlprogramm anmelden. In einer weiteren Doppelstunde sollten sie ein Quiz bearbeiten. „Das Quiz haben wir erstellt, damit sich die Jugendlichen mit der Stadt im Vorfeld vertraut machen“, berichtet Jenny Ihrig, die eine von sieben Klassenlehrern im Jahrgang 9 ist. Eine Aufgabe lautete beispielsweise, dass die HBS-Schülerinnen und Schüler recherchieren sollten, wie man von der Unterkunft zum Alexanderplatz kommt. Sie sollten die Nummer der Straßenbahn notieren und auch herausfinden, wie lange es dauern wird.
Das Highlight des Vorbereitungstags war der Vortrag von Wolfgang Hirsch. Er ist der Einladung seiner Schwiegertochter Daniela Hirsch gefolgt, die Klassenlehrerin in dieser Jahrgangsstufe ist. Wolfgang Hirsch, der vor seiner Pensionierung als Lehrer an der Martin-Luther-Schule in Rimbach tätig war, berichtete von seiner Flucht aus der DDR. Zunächst einmal erklärte er den Zuhörenden jedoch, wie es zur Gründung der DDR kam und wie der Alltag während seiner Kindheit und frühen Jugend dort aussah. „So bekommt man eine viel genauere Vorstellung über das Leben in der DDR“, fasst es ein Schüler des Jahrgangs 9 treffend zusammen.
„Geschichtliche Themen sind für Schülerinnen und Schüler mitunter schwer zugänglich und stellen eine Fremdheitserfahrung dar. Durch eine persönliche Geschichte wollten wir das Thema greifbarer machen“, sagt Daniela Hirsch.
Ihr Schwiegervater erzählte den Anwesenden im Hörsaal, dass die Nachricht seiner Eltern im Jahr 1961, die DDR zu verlassen, zunächst nicht auf seinen Zuspruch stieß. „Ich wusste, dass es sehr gefährlich werden würde. Meine Schwester und ich durften mit niemandem darüber sprechen. Alle Vorbereitungen mussten im Geheimen getroffen werden“, so Wolfgang Hirsch. Hirschs Vater hatte eine gehobene Position. Da er sich allerdings kritisch über die Wirtschaft geäußert hatte, musste er befürchten, dass er seine Arbeit verlieren würde und seine Kinder kein Abitur ablegen dürfen. Daher beschloss er, das „Schlupfloch“ Berlin für die Flucht für sich und seine Familie zu nutzen. Am 25. Juli 1961 gelang der Familie die Einreise nach Westberlin – von dort kamen sie zunächst in ein Notaufnahmelager in Gießen. Nach wenigen Monaten zog die Familie dann schließlich in den Odenwald.
Die Dramatik der Geschichte ist, dass die Grenze in Berlin nur wenige Tage nach der Flucht der Familie Hirsch geschlossen wurde. „Wir hatten Glück“, bilanziert Wolfgang Hirsch. Seinen Vortrag illustrierte er mit Diabildern vom Grenzgebiet. „Wir werden eine Verbindung zum Vortrag vor Ort herstellen, wenn wir im Juni die Mauer besuchen“, erklärt Daniela Hirsch. Für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 war der Tag erlebnisreich und steigerte die Vorfreude auf die Fahrt in die Hauptstadt.

„Denken statt Senden“
Aufklärung über den Umgang mit sensiblen Daten An der Heinrich-Böll-Schule in Fürth fand kürzlich eine besondere Präventionsveranstaltung statt, die die Schülerinnen und Schüler aller 7. Klassen für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien...
Neue Periodensysteme bringen frischen Wind in den Chemieunterricht
Fachschaft Chemie der Heinrich-Böll-Schule bedankt sich beim Förderverein für großzügige Spende Die Fachschaft Chemie der Heinrich-Böll-Schule freut sich über eine ganz besondere Unterstützung: Dank einer großzügigen Spende des Fördervereins schmücken nun drei...
Helfen in schwierigen Zeiten
Schülerinnen und Schüler der HBS beteiligen sich an Sammelaktion für hilfsbedürftige Kinder Bereits seit vielen Jahren ist es Tradition an der Heinrich-Böll-Schule Fürth, Weihnachtspäckchen für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Osteuropa zu sammeln. Im...
Landesfachtag Medienbildung & Digitalisierung 2024
„Souverän, sicher und nachhaltig agieren in der digitalen Welt“ So lautet die Zielsetzung des Landesfachtag Medienbildung & Digitalisierung 2024. Der Landesfachtag wird im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB) von der...
Erneute Ehrung „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“
Philippsthal 18. September 2024. 30 Schulen aus Hessen erhielten heute den Titel “Digitale Schule” und 55 Schulen den Titel “MINT-freundliche Schule”. Die Schulen wurden in den Räumen von K+S Minerals and Agriculture GmbH Philippsthal von Sabine Stuhlmann (MNU...
Vous êtes super!
HBS-Schülerinnen und Schüler mit DELF-Zertifikaten ausgezeichnet Frankreich und speziell Paris sind im Olympiajahr 2024 in aller Munde. Gerade das erfolgreiche Abschneiden der französischen Sportlerinnen und Sportler hat dazu beigetragen, dass die französische Sprache...
Kreis Bergstraße macht Schule
Neubau der Heinrich-Böll-Schule Fürth als Vorzeigeprojekt „Dieses Gebäude ist für den Kreis Bergstraße einzigartig“, erklärt Landrat Christian Engelhardt während der feierlichen Eröffnung des Neubaus der Heinrich-Böll-Schule Fürth. „Die HBS hat nun nicht mehr nur eine...
Neue ABC-Schützen eingeschult
Heinrich-Böll-Schule Fürth begrüßt neue Fünftklässler Große Augen, Gemurmel und jede Menge Bewegung auf den Bänken: In der Turnhalle der Heinrich-Böll-Schule Fürth ist viel los. Manche der Kinder scheinen sich zu fragen, wie sie wohl sein wird, die neue Schule. Andere...
Attention! Die Odenwälder kommen
Schüler der HBS zelebrieren Frankreichtag in Straßburg Zum Fremdsprachenunterricht in der Schule gehört nicht nur das Lernen von Vokabeln und bestimmten sprachlichen Strukturen, sondern auch der Bereich Landeskunde. Besonders effektiv gestaltet sich dieser Teil des...
Eine Sekunde am Handy sind 14m Blindflug
Polizei Hessen veranstaltet Crashkurs an der HBS Stille. Gesenkte Blicke. In der Mensa der Heinrich-Böll-Schule Fürth herrscht eine ungewohnte Stimmung. Der Ort, an dem unter der Woche gemeinsam zu Mittag gegessen wird, an dem gelacht und erzählt wird, ist in...