Heinrich-Böll-Schule Fürth setzt Zeichen gegen Alltagsrassismus / Austausch, Aufklärung und persönliche Einblicke
Fürth (Odw.). Fünf Tage lang stand die Heinrich-Böll-Schule Fürth im Zeichen ihrer jährlichen Anti-Rassismus-Woche. Als ausgezeichnete „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzte die HBS damit ein klares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Zivilcourage. In unterschiedlichen Projekten und Workshops setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Alltagsrassismus und Diskriminierung auseinander.
Eberhard Bickel vom Verein „Juden in Rimbach“ informierte über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde und ihre prägende Bedeutung für Rimbach. Er zeigte auf, wie selbstverständlich das Zusammenleben von Juden und Christen einst war und wie dieses Miteinander durch die nationalsozialistische Propaganda zerstört wurde. Zugleich erinnerte er an Menschen, die in dieser Zeit Mut bewiesen und Verantwortung übernahmen.
Der Islamwissenschaftler Shafe Ahmad Pal griff bestehende Vorurteile gegenüber dem Islam auf und sprach mit den Jugendlichen über Diskriminierung im Alltag. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie wichtig es ist, sich eine eigene, reflektierte Haltung zu bilden und respektvoll zu handeln.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit mit der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Rimbach. Das preisgekrönte Projekt „We have a Voice“, begleitet von Lehrerin Anna Reid, bot Jugendlichen die Möglichkeit, von persönlichen Erfahrungen mit Alltagsrassismus zu berichten. Die Beiträge machten deutlich, wie verletzend Ausgrenzung sein kann, aber auch, wie wichtig es ist, sich dagegen zu wehren. Auch an der HBS engagieren sich inzwischen Schülerinnen und Schüler in diesem Projekt, so zum Beispiel Ashkan Abdulahi (9/4), Samuel Eckert (9/2), Gazy Hassan (9/5), Malik Igbinedion (10/1), Fisia Ali Mnawr (10/1), Fabio Minnella (9/2), Srinika Sujith (10/6), Sedra Al Naasan (8/5) und Yafet Araya (6/4).
Im Workshop von Enie Wissel wurde zudem das Thema Mobbing vertieft. Grundlage war unter anderem der Roman Unsichtbar von Eloy Moreno, der eindrucksvoll die psychischen Folgen dauerhafter Ausgrenzung schildert.
Am vierten und fünften Projekttag arbeitete Pierre C. Engama vom Projekt „Gemeinsam mit Afrika“ mit den Klassen zum Thema „Respektvoller Umgang“. Ausgehend von der Frage, wann man sich selbst respektiert fühlt, entwickelten die Schülerinnen und Schüler gemeinsame Leitlinien für den Schulalltag. Der zentrale Gedanke: Andere so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. In Gruppenarbeiten wurde erarbeitet, wie Respekt beim Sprechen, im Streit, im Spiel oder im Umgang mit Material konkret aussehen kann.
Den bewegenden Höhepunkt der Woche bildete der abschließende Projekttag mit „We have a Voice“. Die Offenheit und der Mut der Jugendlichen beeindruckten die Zuhörenden nachhaltig.
Insgesamt nahmen 29 Lerngruppen an den Veranstaltungen teil, viele Lehrkräfte griffen das Thema zusätzlich im Unterricht auf. Ermöglicht wurden einzelne Projekte durch die Unterstützung des Lions Clubs sowie des Fördervereins der Schule.
Die Organisatorin Barbara Holzapfel-Hesselmann resümierte: „Es war eine sehr anstrengende Woche, die sich aber gelohnt hat. Stolz und dankbar bin ich für das Engagement von jedem einzelnen in dieser Woche.“

Alltagsrassismus wahrnehmen und entgegenwirken: Das Projekt „We have a Voice“
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