{"id":5663,"date":"2022-07-10T15:48:14","date_gmt":"2022-07-10T13:48:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/?p=5663"},"modified":"2022-07-10T15:48:19","modified_gmt":"2022-07-10T13:48:19","slug":"graeueltaten-sorgen-fuer-betroffenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/index.php\/graeueltaten-sorgen-fuer-betroffenheit\/","title":{"rendered":"Gr\u00e4ueltaten sorgen f\u00fcr Betroffenheit"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h3>Zeitzeugin Henriette Kretz informiert HBS-Sch\u00fcler \u00fcber Nazi-Diktatur<\/h3>\n<p>F\u00fcr die heutigen Jugendlichen liegen die Gr\u00e4ueltaten der Nationalsozialisten und der zweite Weltkrieg in ferner Vergangenheit. Lediglich im Geschichtsunterricht besch\u00e4ftigen sich die Sch\u00fcler mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Menschliche Schicksale verschwinden dabei leider oftmals im dicken Nebel der Historie. Umso wichtiger ist es, die Jugendlichen mit Zeitzeugen zu konfrontieren, um die Nazi-Verbrechen von emotionaler Perspektive aus bewerten zu k\u00f6nnen. Die Heinrich-B\u00f6ll-Schule hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zehntkl\u00e4ssler mit Zeitzeugen in Kontakt zu bringen, \u201edamit die dunkle Vergangenheit Deutschlands nicht in Vergessenheit ger\u00e4t\u201c, erl\u00e4uterte Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Treffen. Sie organisiert allj\u00e4hrlich den Kontakt.<\/p>\n<p>Die Zehntkl\u00e4ssler der integrierten Gesamtschule h\u00f6rten gebannt den Ausf\u00fchrungen der Zeitzeugin Henriette Kretz zu, die sehr ergreifend \u00fcber ihre schrecklichen Erlebnisse w\u00e4hrend der Nazi-Diktatur und die Gr\u00e4ueltaten der Hitler-Schergen erz\u00e4hlte. Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer j\u00fcdischen Familie in der damals polnischen Stadt Stanislaw\u00f3w (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) geboren. Ihr Vater war Arzt und ihre Mutter Anw\u00e4ltin. Im Jahre 1941 musste die Familie ins Ghetto umsiedeln. Mehrmals entkam sie der Deportation. Nachdem sie \u00fcber ein halbes Jahr von einer polnisch-ukrainischen Familie versteckt worden war, entdeckte sie die Gestapo. Die Eltern wurden vor ihren Augen erschossen, Henriette konnte fliehen und \u00fcberlebte in einem von Nonnen gef\u00fchrten Waisenhaus. Seit 20 Jahren ist sie als Zeitzeugin unterwegs in Polen, Belgien, Deutschland und Frankreich. Henriette Kretz ist trotz ihrer 87 Jahre geistig taufrisch und spricht mehrere Sprachen flie\u00dfend. Den HBS-Sch\u00fclern erz\u00e4hlte sie ihre Lebensgeschichte und Illustrierte ihre Ausf\u00fchrungen mit Fotos. Ihr Onkel und ihre Tante \u00fcberlebten die Nazi-Diktatur. Sie waren es auch, die Henriette adoptierten. Eigentlich wollten Onkel und Tante mit ihr nach Kuba auswandern, aber ihr Weg endete in Belgien, wo sie eine neue Heimat fanden.\u00a0 Henriette Kretz machte mit klaren Worten darauf aufmerksam, dass alle Menschen gleich sind und niemand wegen seiner Herkunft, seines Aussehens oder seiner Religion diskriminiert werden d\u00fcrfe. Sie appellierte an die Jugendlichen, sich gegenseitig zu respektieren und miteinander zu reden. Nur so sei ein friedliches und harmonisches Leben garantiert.<\/p>\n<p>Die Zeitzeugin nahm nat\u00fcrlich auch Stellung zum Krieg in der Ukraine. Dort verursache der Aggressor die gleichen Zerst\u00f6rungen wie sie damals im zweiten Weltkrieg zu sehen waren. Die Betroffenheit war aus der Stimme vonHenriette Kretz deutlich herauszuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Im Anschluss an ihre Schilderungen hatten die Zehntkl\u00e4ssler noch gen\u00fcgend Zeit, um mit der Seniorin ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Sie nutzten ausgiebig die Gelegenheit, um Fragen zu ihren schrecklichen Erlebnissen zu stellen.<\/p>\n<p>\u201eSolange noch Zeitzeugen leben, werden wir die M\u00f6glichkeit nutzen, unsere Sch\u00fcler mit diesen Personen in Kontakt zu bringen, damit sie aus erster Hand \u00fcber die Gr\u00e4ueltaten informiert werden\u201c, betonte Schulpfarrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann. \u201eEs ist eine wichtige Aufgabe der Schulen, die Nazi-Diktatur in Deutschland m\u00f6glichst ausf\u00fchrlich zu thematisieren, damit unsere Sch\u00fcler erkennen, welche Gefahr Rechtspopulisten f\u00fcr unsere Demokratie darstellen und wie wichtig es ist, sich f\u00fcr eine offene und liberale Gesellschaft einzusetzen\u201c, erg\u00e4nzte Schulleiter Alexander Hauptmann.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_blog _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][\/et_pb_blog][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;] Zeitzeugin Henriette Kretz informiert HBS-Sch\u00fcler \u00fcber Nazi-Diktatur F\u00fcr die heutigen Jugendlichen liegen die Gr\u00e4ueltaten der Nationalsozialisten und der zweite Weltkrieg in ferner Vergangenheit. 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