{"id":23688,"date":"2026-09-27T08:59:57","date_gmt":"2026-09-27T06:59:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/?p=23688"},"modified":"2026-09-27T09:04:23","modified_gmt":"2026-09-27T07:04:23","slug":"religion-mit-allen-sinnen-erfahrbar-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/index.php\/religion-mit-allen-sinnen-erfahrbar-machen\/","title":{"rendered":"Religion mit allen Sinnen erfahrbar machen"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;]<\/p>\n<h3>Wie kann man Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Religion n\u00e4herbringen, wenn selbst grundlegendes Wissen \u00fcber den eigenen oder fremden Glauben zunehmend fehlt? An der Heinrich-B\u00f6ll-Schule in F\u00fcrth geht man dabei einen besonderen Weg: Mit speziell zusammengestellten Lernkoffern soll Religion greifbar, erfahrbar und zum Anlass f\u00fcr gemeinsame Gespr\u00e4che werden.<\/h3>\n<p>\u00dcber Religion zu sprechen, ist nicht immer einfach. Noch schwieriger kann es sein, einen anderen Glauben zu verstehen oder einen Bezug zum eigenen Alltag herzustellen. H\u00e4ufig stehen dabei zun\u00e4chst Vorurteile im Raum. Genau hier setzt die Lernbox \u201eIslamische LebensArt\u201c an. Entwickelt wurde sie vom Islamwissenschaftler\u00a0Shafe Ahmad Pal\u00a0und Schulpfarrerin\u00a0Barbara Holzapfel-Hesselmann. Herausgekommen ist eine Sammlung verschiedener Gegenst\u00e4nde und Materialien, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dazu einl\u00e4dt, sich dem Islam auf eine besondere Weise zu n\u00e4hern.<\/p>\n<p>Wie vielf\u00e4ltig die Materialien sind, zeigt ein Blick in die Box: In einer eigens angefertigten Holzkiste befinden sich beispielsweise die\u00a0f\u00fcnf S\u00e4ulen des Islam, die als einzelne beschriftete Holzs\u00e4ulen dargestellt sind. Die passende Holzbox wurde von\u00a0Rainer Arnold, ebenfalls Lehrer an der Heinrich-B\u00f6ll-Schule, angefertigt. Daneben finden sich unter anderem ein bunter Gebetsteppich und verschiedene Gew\u00fcrze. Auch das Thema\u00a0\u201eerlaubt und verboten\u201c\u00a0wird \u00fcber konkrete Gegenst\u00e4nde greifbar. Auf einem roten Tuch liegen beispielsweise Gummib\u00e4rchen mit Schweinegelatine, eine kleine Flasche Wein und Zigaretten, also Gegenst\u00e4nde, die im Islam als verboten gelten. Auf einem gr\u00fcnen Tuch finden sich dagegen erlaubte Lebensmittel, etwa Gummib\u00e4rchen ohne Schweinegelatine. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen die Gegenst\u00e4nde zun\u00e4chst betrachten, anfassen und eigene Vermutungen anstellen, bevor die Lehrkraft die entsprechenden Hintergr\u00fcnde erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Dabei geht es bewusst nicht darum, den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zu jedem Gegenstand sofort eine fertige Erkl\u00e4rung zu pr\u00e4sentieren. Vielmehr steht zun\u00e4chst das eigene Entdecken im Mittelpunkt. Die weiterf\u00fchrenden Informationen erhalten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anschlie\u00dfend durch die Lehrkraft. F\u00fcr diese gibt es ein 25-seitiges Begleitheft mit Hintergrundinformationen und Anregungen f\u00fcr den Einsatz im Unterricht. \u201eWenn ich etwas mit allen Sinnen erfahre, kann ich mich leichter auf eine andere Sichtweise einlassen\u201c, erkl\u00e4rt Holzapfel-Hesselmann. Die Lernbox soll Interesse wecken, Fragen zulassen und vor allem dazu einladen, miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n<p><strong>Religionen kennenlernen und gegenseitig Verst\u00e4ndnis f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n<p>Die Lernbox verfolgt dabei nicht das Ziel, Religion lediglich in Form von Faktenwissen zu vermitteln. Vielmehr soll sie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dazu anregen, religi\u00f6se Aspekte auch mit dem eigenen Leben in Verbindung zu bringen. Was bedeutet Religion im Alltag? Welche Gegenst\u00e4nde, Rituale oder Traditionen spielen eine Rolle? Und welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede gibt es zu den eigenen Erfahrungen? Gerade diese Fragen k\u00f6nnen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, gegenseitiges Verst\u00e4ndnis zu f\u00f6rdern. \u201eWir wollen nicht nur \u00fcber Religion sprechen, sondern einen Zugang schaffen, der neugierig macht\u201c, so die Schulpfarrerin und Lehrerin.<\/p>\n<p>Die \u201eIslamische LebensArt\u201c gibt es trotz der individuellen Zusammenstellung gleich dreimal. Auch f\u00fcr das Christentum entsteht derzeit eine entsprechende Lernbox. Im schulischen Alltag stellen die Religionslehrkr\u00e4fte n\u00e4mlich zunehmend fest, dass selbst grundlegendes Wissen nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich ist. Deshalb hat die P\u00e4dagogin bereits ein inhaltliches Ger\u00fcst f\u00fcr den Koffer \u201eChristliche LebensArt\u201c entwickelt. Die konkreten Materialien sollen in den kommenden Wochen zusammengetragen werden. Dabei wird die christliche Box bewusst keine einfache Wiederholung klassischer Unterrichtszusammenfassungen sein. Auch hier soll es darum gehen, Religion \u00fcber konkrete Erfahrungen zug\u00e4nglich zu machen und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zum Nachdenken und Austauschen anzuregen. Von der \u201eChristlichen LebensArt\u201c wird es zun\u00e4chst zwei Koffer geben.<\/p>\n<p><strong>Begeisterung auch im Kirchlichen Schulamt<\/strong><\/p>\n<p>Auch\u00a0Silke Hagemann, Leiterin des Kirchlichen Schulamtes, zeigt sich von dem Konzept begeistert. Besonders die greifbare und anschauliche Umsetzung des Themas Islam \u00fcberzeugt sie. Gleichzeitig blickt sie mit Vorfreude auf die Fertigstellung der christlichen Lernbox, die einen ganz eigenen Zugang zum Thema erm\u00f6glichen soll. Religion wird auf diese Weise nicht nur zum Unterrichtsthema, sondern zum Ausgangspunkt f\u00fcr Begegnungen, Interesse und gegenseitiges Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-23689 aligncenter size-full\" src=\"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Religion-Box.jpeg\" alt=\"Sch\u00fcler\/innen der 10. Klasse bei einem Workshop \u00fcber Religion im Klassenraum\" width=\"1600\" height=\"1200\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_blog _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][\/et_pb_blog][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;] Wie kann man Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Religion n\u00e4herbringen, wenn selbst grundlegendes Wissen \u00fcber den eigenen oder fremden Glauben zunehmend fehlt? 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