{"id":23407,"date":"2026-04-30T19:18:56","date_gmt":"2026-04-30T17:18:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/?p=23407"},"modified":"2026-04-30T19:18:58","modified_gmt":"2026-04-30T17:18:58","slug":"berlin-berlin-wir-fahren-nach-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/index.php\/berlin-berlin-wir-fahren-nach-berlin\/","title":{"rendered":"\u201eBerlin, Berlin \u2013 wir fahren nach Berlin\u201c"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h3>160 HBS-Sch\u00fclerinnen und -Sch\u00fcler der Jahrgangsstufe 9 bereiten sich auf Berlinfahrt vor<\/h3>\n<p>Viel Bewegung und Aufregung war vergangene Woche Freitag (17. April 2026) im Jahrgang 9 der Heinrich-B\u00f6ll-Schule F\u00fcrth zu sp\u00fcren. Dabei stand nicht einmal eine Pr\u00fcfung an, sondern es ging um die bevorstehende Wanderwoche im Juni: Die sieben 9. Klassen, die sich aus 160 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zusammensetzen, werden mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern in die Hauptstadt Berlin fahren. \u201eDie Fahrt nach Berlin im Jahrgang 9 geh\u00f6rt inzwischen fest zu unserem Fahrtenkonzept\u201c, berichtet Boris Oberle, der der stellvertretende Schulleiter an der integrierten Gesamtschule ist.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u201eIn keiner anderen Stadt l\u00e4sst sich so viel \u00fcber deutsche Geschichte und deutsche Politik lernen\u201c, erl\u00e4utert Lehrerin Isabelle Steiner das Fahrtenkonzept n\u00e4her. \u201eZum Rahmenprogramm geh\u00f6rt unter anderem ein Besuch des Bundestags sowie eine F\u00fchrung durch die Gedenkst\u00e4tte Hohensch\u00f6nhausen. Dieses Pflichtprogramm wird durch ein Wahlprogramm am Tag und am Abend erg\u00e4nzt. So k\u00f6nnen die Jugendlichen das weitere Programm nach ihren individuellen Interessen und Vorlieben gestalten\u201c, so Steiner weiter. So haben die Heranwachsenden beispielsweise die M\u00f6glichkeit, am Tag den Zoo oder Sanssouci zu besichtigen oder am Abend den ber\u00fchmten Jugendclub \u201eMatrix\u201c oder das Musical \u201eWir sind am Leben\u201c zu besuchen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Um die Fahrt in die internationale Gro\u00dfstadt Berlin systematisch zu planen, entfiel der regul\u00e4re Fachunterricht. Stattdessen wurden drei inhaltliche Bl\u00f6cke veranstaltet: In einer Doppelstunde sollten sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler f\u00fcr das Wahlprogramm anmelden. In einer weiteren Doppelstunde sollten sie ein Quiz bearbeiten. \u201eDas Quiz haben wir erstellt, damit sich die Jugendlichen mit der Stadt im Vorfeld vertraut machen\u201c, berichtet Jenny Ihrig, die eine von sieben Klassenlehrern im Jahrgang 9 ist. Eine Aufgabe lautete beispielsweise, dass die HBS-Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler recherchieren sollten, wie man von der Unterkunft zum Alexanderplatz kommt. Sie sollten die Nummer der Stra\u00dfenbahn notieren und auch herausfinden, wie lange es dauern wird.<\/p>\n<p>Das Highlight des Vorbereitungstags war der Vortrag von Wolfgang Hirsch. Er ist der Einladung seiner Schwiegertochter Daniela Hirsch gefolgt, die Klassenlehrerin in dieser Jahrgangsstufe ist. Wolfgang Hirsch, der vor seiner Pensionierung als Lehrer an der Martin-Luther-Schule in Rimbach t\u00e4tig war, berichtete von seiner Flucht aus der DDR. Zun\u00e4chst einmal erkl\u00e4rte er den Zuh\u00f6renden jedoch, wie es zur Gr\u00fcndung der DDR kam und wie der Alltag w\u00e4hrend seiner Kindheit und fr\u00fchen Jugend dort aussah. \u201eSo bekommt man eine viel genauere Vorstellung \u00fcber das Leben in der DDR\u201c, fasst es ein Sch\u00fcler des Jahrgangs 9 treffend zusammen.<\/p>\n<p>\u201eGeschichtliche Themen sind f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mitunter schwer zug\u00e4nglich und stellen eine Fremdheitserfahrung dar. Durch eine pers\u00f6nliche Geschichte wollten wir das Thema greifbarer machen\u201c, sagt Daniela Hirsch.<\/p>\n<p>Ihr Schwiegervater erz\u00e4hlte den Anwesenden im H\u00f6rsaal, dass die Nachricht seiner Eltern im Jahr 1961, die DDR zu verlassen, zun\u00e4chst nicht auf seinen Zuspruch stie\u00df. \u201eIch wusste, dass es sehr gef\u00e4hrlich werden w\u00fcrde. Meine Schwester und ich durften mit niemandem dar\u00fcber sprechen. Alle Vorbereitungen mussten im Geheimen getroffen werden\u201c, so Wolfgang Hirsch. Hirschs Vater hatte eine gehobene Position. Da er sich allerdings kritisch \u00fcber die Wirtschaft ge\u00e4u\u00dfert hatte, musste er bef\u00fcrchten, dass er seine Arbeit verlieren w\u00fcrde und seine Kinder kein Abitur ablegen d\u00fcrfen. Daher beschloss er, das \u201eSchlupfloch\u201c Berlin f\u00fcr die Flucht f\u00fcr sich und seine Familie zu nutzen. Am 25. Juli 1961 gelang der Familie die Einreise nach Westberlin \u2013 von dort kamen sie zun\u00e4chst in ein Notaufnahmelager in Gie\u00dfen. Nach wenigen Monaten zog die Familie dann schlie\u00dflich in den Odenwald.<\/p>\n<p>Die Dramatik der Geschichte ist, dass die Grenze in Berlin nur wenige Tage nach der Flucht der Familie Hirsch geschlossen wurde. \u201eWir hatten Gl\u00fcck\u201c, bilanziert Wolfgang Hirsch. Seinen Vortrag illustrierte er mit Diabildern vom Grenzgebiet. \u201eWir werden eine Verbindung zum Vortrag vor Ort herstellen, wenn wir im Juni die Mauer besuchen\u201c, erkl\u00e4rt Daniela Hirsch. F\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Jahrgangs 9 war der Tag erlebnisreich und steigerte die Vorfreude auf die Fahrt in die Hauptstadt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-23408 aligncenter size-full\" src=\"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild_Berlinfahrt2026.jpg\" alt=\"\" width=\"1289\" height=\"802\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_blog _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][\/et_pb_blog][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;] 160 HBS-Sch\u00fclerinnen und -Sch\u00fcler der Jahrgangsstufe 9 bereiten sich auf Berlinfahrt vor Viel Bewegung und Aufregung war vergangene Woche Freitag (17. 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