{"id":22823,"date":"2026-02-15T12:58:44","date_gmt":"2026-02-15T11:58:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/?p=22823"},"modified":"2026-02-15T13:01:07","modified_gmt":"2026-02-15T12:01:07","slug":"erinnern-an-die-vergangenheit-damit-sich-geschichte-nicht-wiederholt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/index.php\/erinnern-an-die-vergangenheit-damit-sich-geschichte-nicht-wiederholt\/","title":{"rendered":"Erinnern an die Vergangenheit \u2013 damit sich Geschichte nicht wiederholt"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h3>Workshop-Atelier \u201eHolocaust \u2013 Erinnerung f\u00fcr die Zukunft\u201c bewegt Zehntkl\u00e4sslerinnen und Zehntkl\u00e4ssler an der Heinrich-B\u00f6ll-Schule<\/h3>\n<p>Anl\u00e4sslich des Holocaust-Gedenktages 2026 wurde es im Unterricht der 10\/5 im Fach<br \/> Gesellschaftslehre stiller als sonst. Nicht, weil es \u201enur\u201c um Geschichte ging, sondern weil unter der Leitung von Lehrkraft Nora Schnauber die Vergangenheit pl\u00f6tzlich greifbar wurde: Gesichter, Namen, Briefe, amtliche Schreiben. Im Rahmen ihrer Ausbildung am Studienseminar Heppenheim organisierten Nora Schnauber und ihre Referendar-Kolleg*innen Anna-Lena Dluzak und Christian Germann unter der Leitung von Frank Maus Projekttage zum Thema \u201eHolocaust \u2013 Erinnerung f\u00fcr die Zukunft\u201c. Im Mittelpunkt stand die Frage: Warum ist das Erinnern an die Shoah auch heute f\u00fcr eine demokratische Zukunft bedeutsam? Einen entscheidenden Beitrag leistete der US-Amerikaner Ryan Lilienthal, der eigens aus New Jersey, nach Deutschland reiste. Seine Familienangeh\u00f6rigen j\u00fcdischen Glaubens, die einst im Lautertal, einer Nachbarkommune von F\u00fcrth, lebten, \u00fcberlebten den Holocaust nicht. Der Kontakt kam zustande, weil Historiker Maus zur Verfolgung j\u00fcdischer Familien in der Region forschte und dabei auf umfangreiche Dokumente zur Familie Lilienthals stie\u00df. Lilienthal bat um Unterst\u00fctzung durch die Gemeinde Lautertal, welche den Kontakt herstellte.<\/p>\n<p><strong>Vom Foto zur Frage: \u201eWie alt bist du?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Einstieg war bewusst nah am Leben der Jugendlichen: Ein Foto der Familie Lilienthal zeigte unter anderem den Jungen Walter Israel, der sp\u00e4ter im Konzentrationslager Lublin- Majdanek ermordet wurde. Als Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihr eigenes Alter nannten und deutlich wurde, dass Walter im Alter von 16 Jahren ermordet wurde, entstand sp\u00fcrbare Betroffenheit. Anschlie\u00dfend berichtete Lilienthal \u00fcber seine Familiengeschichte. Er betonte: \u201eEs geht nicht nur um Wissen, sondern um Verantwortung. Demokratie braucht Erinnerung.\u201c<\/p>\n<p><strong> Lernen an Originalquellen: <\/strong><\/p>\n<p>Stufen der Verfolgung Danach arbeiteten die Jugendlichen in Gruppen. Anhand historischer Dokumente etwa amtlicher Schreiben und Briefe rekonstruierten sie die Stufen der Judenverfolgung. In den Diskussionen wurde deutlich, wie die systematische Entrechtung ab 1933 in Etappen verlief: Ausgrenzung, Kontrolle, Verbote und schlie\u00dflich Vernichtung.<\/p>\n<p><strong>Meditativer Abschluss <\/strong><\/p>\n<p>Den Abschluss des Projekttages bildete ein stille Besinnungs\u00fcbung: Gemeinsam wurden Kerzen entz\u00fcndet. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besannen sich auf Symbole, Worte oder kurze S\u00e4tze als Ausdruck dessen, was sie in Bezug auf den Workshop und den Holocaust empfinden. Damit gestalteten sie ihre pers\u00f6nliche und individuelle Erinnerungskerze. Viele wirkten ger\u00fchrt und zugleich fassungslos dar\u00fcber, wie konsequent das nationalsozialistische System Menschen entw\u00fcrdigte und vernichtete. Der Workshop zeigte eindr\u00fccklich: \u201eGedenken ist kein Selbstzweck. Es kann ein Lernprozess sein, der Jugendliche st\u00e4rkt im Erkennen von Unrecht, im Nachfragen und im Schutz demokratischer Werte. Erinnerung ist nicht nur R\u00fcckblick, sondern Auftrag.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Von: Nora Schnauber<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-22827 aligncenter size-full\" src=\"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Workshop-Holocaust-full-image.png\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"512\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_blog _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][\/et_pb_blog][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;] Workshop-Atelier \u201eHolocaust \u2013 Erinnerung f\u00fcr die Zukunft\u201c bewegt Zehntkl\u00e4sslerinnen und Zehntkl\u00e4ssler an der Heinrich-B\u00f6ll-Schule Anl\u00e4sslich des Holocaust-Gedenktages 2026 wurde es im Unterricht der 10\/5 im Fach Gesellschaftslehre stiller als sonst. 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