{"id":1003,"date":"2019-09-30T12:30:29","date_gmt":"2019-09-30T10:30:29","guid":{"rendered":"http:\/\/5.189.168.161\/hbs-fuerth\/?p=1003"},"modified":"2019-12-05T18:30:30","modified_gmt":"2019-12-05T17:30:30","slug":"die-betroffenheit-war-spuerbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/index.php\/die-betroffenheit-war-spuerbar\/","title":{"rendered":"Die Betroffenheit war sp\u00fcrbar"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"textheading2\"><em>Workshops zum Projekt \u201eSchleuderDrama\u201c f\u00fcr Zehntkl\u00e4ssler an der Heinrich-B\u00f6ll-Schule<\/em><\/h2>\n<p>Als J\u00f6rg Meinhof \u00fcber das Schicksal einer 19j\u00e4hrigen Komapatientin berichtete, h\u00e4tte man die vielzitierte Stecknadel in der Mensa der Heinrich-B\u00f6ll-Schule fallen h\u00f6ren k\u00f6nnen. Die Zehntkl\u00e4ssler der integrierten Gesamtschule h\u00f6rten dem Mitarbeiter des Pflegedienstes Odenwald gebannt zu. Doch nicht nur die Schilderungen Meinhofs sorgten bei den Jugendlichen f\u00fcr Betroffenheit, auch die Erfahrungsberichte der Notfallseelsorgerin Uta Voll oder des Polizeibeamten Frank Dingeldey regten die Sch\u00fcler zum intensiven Nachdenken \u00fcber Unf\u00e4lle im Stra\u00dfenverkehr und daraus resultierende Folgen an. Zum zweiten Mal organisierte Lehrerin Christina Hantke das Projekt \u201eSchleuderDrama\u201c an der Heinrich-B\u00f6ll-Schule.<\/p>\n<p>Dass Workshops zum Thema \u201eSicherheit im Stra\u00dfenverkehr und Zivilcourage\u201c von besonderer Wichtigkeit f\u00fcr Sch\u00fcler des zehnten Schuljahres seien, liege auf der Hand, erkl\u00e4rte die P\u00e4dagogin. Sie lieferte im gleichen Atemzug die Erkl\u00e4rung f\u00fcr ihre Aussage: \u201eDie Jugendlichen sind meist schon motorisiert, also t\u00e4glich in den starken mobilen Verkehr innvolviert. Hinzu kommt, dass die Zehntkl\u00e4ssler am Wochenende Partys besuchen oder in die Disco gehen, respektive mit daraus resultierenden Gefahren wie \u00dcberm\u00fcdung oder Alkoholisierung konfrontiert werden.\u201c Bevor es also zu einem Drama komme, werde die Heinrich-B\u00f6ll-Schule pr\u00e4ventiv t\u00e4tig, betonte Christina Hantke.<\/p>\n<p>In der Mensa war alles f\u00fcr den Einstiegsvortrag vorbereitet. Peter Hoffmann von der Polizeidirektion Heppenheim f\u00fchrte in den Projekttag mit den unterschiedlichsten Workshops ein und stellte die Referenten vor. Gekommen waren seine Kollegen Frank Dingeldey und Garry Krug, Markus Jodlbauer, Jasmin Setny und Uta Voll von der Notfallseelsorge, Sandra Vollhardt vom Selbsthilfeprojekt \u201eDie Druffis\u201c, Reiner Agostin von der Freiwilligen Feuerwehr M\u00f6rlenbach, sowie J\u00f6rg Meinhof vom Pflegedienst.<\/p>\n<p>Bereits bei den einf\u00fchrenden Worten mussten viele Sch\u00fcler schlucken, ob der drastischen Schilderungen. Nicht minder bedr\u00fcckend waren die Aussagen der Beamten von Erlebnissen bei Unfallgeschehen. Dabei machten die Beamten deutlich, dass auch sie nur Menschen seien, denen die Folgen einen schweren Crash an die Nieren gehen. F\u00fcr die Polizisten ist es besonders schlimm, Angeh\u00f6rigen eine Todesnachricht \u00fcberbringen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Hilfreich ist in solchen Momenten die Notfallseelsorge, die sich um Helfer, Beteiligte und Angeh\u00f6rige gleicherma\u00dfen k\u00fcmmert. Bevor die Workshops in Klassenr\u00e4umen begannen, skizzierten die Beamten und Einsatzkr\u00e4fte eine komplette Rettungskette im Falle eines Verkehrsunfalls. In den Gruppen wurde unter anderem die Arbeit der Polizei an der Unfallstelle er\u00f6rtert, dabei ging man auf konkrete F\u00e4lle ein. Die Sch\u00fcler erhielten ein klares Bild davon, wie man sich korrekt an einer Ungl\u00fcckstelle verh\u00e4lt.<\/p>\n<p>\u00dcber die Arbeit mit Komapatienten berichtete J\u00f6rg Meinhof vom Pflegedienst Odenwald. Man k\u00f6nne, erkl\u00e4rte Meinhof den Sch\u00fclern mit Nachdruck, auf vieles verzichten, jedoch nicht auf das Gehirn. Gerade bei Verkehrsunf\u00e4llen kommt es nicht selten zu Sch\u00e4delhirnverletzungen, die leider auch oftmals auch langfristige Konsequenzen f\u00fcr den Betroffenen haben. Anhand der 19-j\u00e4hrigen Patientin machte Meinhof die Auswirkungen in deutlicher Weise nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Breiten Raum nahm der Workshop ein, der sich mit dem Missbrauch von Drogen und Alkohol besch\u00e4ftigte. Nicht minder wichtig war die Auseinandersetzung mit dem Thema \u201eAblenkung im Verkehr\u201c. Klar, dass die Jugendlichen sofort wussten, was sich dahinter verbirgt. Tagt\u00e4glich kommt es zu Unf\u00e4llen, weil Verkehrsteilnehmer nicht auf die Stra\u00dfe, sondern aufs Handy schauen. Dass sogar Fu\u00dfg\u00e4nger abgelenkt sind, verdeutlichen die Unfallzahlen.<\/p>\n<p>Wie gehen Angeh\u00f6rige mit der Nachricht vom Tod eines Verwandten um? Was k\u00f6nnen Jugendliche tun, wenn sie vom Tod eines Freundes h\u00f6ren? Auf diese und \u00e4hnliche Fragen gingen die Mitarbeiter der der Notfallseelsorge ein. Alle Referenten er\u00f6rterten auch das Thema \u201eZivilcourage\u201c, die sich darin manifestiert, wenn Jugendliche nicht in ein Fahrzeug einsteigen, wenn der Fahrer alkoholisiert ist. Oder wenn sie den Fahrer nachdr\u00fccklich darauf aufmerksam machen, die vorgegebene Geschwindigkeit einzuhalten.<\/p>\n<p>Schulleiter Alexander Hauptmann dankte den Referenten f\u00fcr ihr Kommen und hob die Bedeutung des Themas hervor. Die Zehntkl\u00e4ssler seien aktive Teilnehmer im Stra\u00dfenverkehr, der viele Gefahren berge. Das Pr\u00e4ventionsprojekt diene dazu, sie f\u00fcr ein korrektes Verhalten zu sensibilisieren. Die Schule habe die wichtige Aufgabe, Sch\u00fcler aufzukl\u00e4ren und vor den Gefahren zu sch\u00fctzen. Der Dank des Schulleiters galt auch der Lehrerin Christina Hantke, die den Projekttag akribisch vorbereitet hatte.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blurb image=&#8220;https:\/\/www.xn--hbs-frth-b6a.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190930_1.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Pr\u00e4vention. Mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit und sp\u00fcrbarer Betroffenheit h\u00f6rten die Zehntkl\u00e4ssler der Heinrich-B\u00f6ll-Schule den Ausf\u00fchrungen von J\u00f6rg Meinhof zu, der seine Erfahrungen mit einer 19j\u00e4hrigen Komapatientin schilderte. Die integrierte Gesamtschule hatte f\u00fcr den Jugendlichen das Pr\u00e4ventionsprojekt \u201eSchleuderDrama\u201c organisiert<\/em><\/p>\n<p>[\/et_pb_blurb][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_blog _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][\/et_pb_blog][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;] Workshops zum Projekt \u201eSchleuderDrama\u201c f\u00fcr Zehntkl\u00e4ssler an der Heinrich-B\u00f6ll-Schule Als J\u00f6rg Meinhof \u00fcber das Schicksal einer 19j\u00e4hrigen Komapatientin berichtete, h\u00e4tte man die vielzitierte Stecknadel in der Mensa der Heinrich-B\u00f6ll-Schule fallen h\u00f6ren k\u00f6nnen. 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Doch nicht nur die Schilderungen Meinhofs sorgten bei den Jugendlichen f\u00fcr Betroffenheit, auch die Erfahrungsberichte der Notfallseelsorgerin Uta Voll oder des Polizeibeamten Frank Dingeldey regten die Sch\u00fcler zum intensiven Nachdenken \u00fcber Unf\u00e4lle im Stra\u00dfenverkehr und daraus resultierende Folgen an. Zum zweiten Mal organisierte Lehrerin Christina Hantke das Projekt \u201eSchleuderDrama\u201c an der Heinrich-B\u00f6ll-Schule.<\/p><p>Dass Workshops zum Thema \u201eSicherheit im Stra\u00dfenverkehr und Zivilcourage\u201c von besonderer Wichtigkeit f\u00fcr Sch\u00fcler des zehnten Schuljahres seien, liege auf der Hand, erkl\u00e4rte die P\u00e4dagogin. Sie lieferte im gleichen Atemzug die Erkl\u00e4rung f\u00fcr ihre Aussage: \u201eDie Jugendlichen sind meist schon motorisiert, also t\u00e4glich in den starken mobilen Verkehr innvolviert. Hinzu kommt, dass die Zehntkl\u00e4ssler am Wochenende Partys besuchen oder in die Disco gehen, respektive mit daraus resultierenden Gefahren wie \u00dcberm\u00fcdung oder Alkoholisierung konfrontiert werden.\u201c Bevor es also zu einem Drama komme, werde die Heinrich-B\u00f6ll-Schule pr\u00e4ventiv t\u00e4tig, betonte Christina Hantke.<\/p><p>In der Mensa war alles f\u00fcr den Einstiegsvortrag vorbereitet. Peter Hoffmann von der Polizeidirektion Heppenheim f\u00fchrte in den Projekttag mit den unterschiedlichsten Workshops ein und stellte die Referenten vor. Gekommen waren seine Kollegen Frank Dingeldey und Garry Krug, Markus Jodlbauer, Jasmin Setny und Uta Voll von der Notfallseelsorge, Sandra Vollhardt vom Selbsthilfeprojekt \u201eDie Druffis\u201c, Reiner Agostin von der Freiwilligen Feuerwehr M\u00f6rlenbach, sowie J\u00f6rg Meinhof vom Pflegedienst.<\/p><p>Bereits bei den einf\u00fchrenden Worten mussten viele Sch\u00fcler schlucken, ob der drastischen Schilderungen. Nicht minder bedr\u00fcckend waren die Aussagen der Beamten von Erlebnissen bei Unfallgeschehen. Dabei machten die Beamten deutlich, dass auch sie nur Menschen seien, denen die Folgen einen schweren Crash an die Nieren gehen. F\u00fcr die Polizisten ist es besonders schlimm, Angeh\u00f6rigen eine Todesnachricht \u00fcberbringen zu m\u00fcssen.<\/p><p>Hilfreich ist in solchen Momenten die Notfallseelsorge, die sich um Helfer, Beteiligte und Angeh\u00f6rige gleicherma\u00dfen k\u00fcmmert. Bevor die Workshops in Klassenr\u00e4umen begannen, skizzierten die Beamten und Einsatzkr\u00e4fte eine komplette Rettungskette im Falle eines Verkehrsunfalls. In den Gruppen wurde unter anderem die Arbeit der Polizei an der Unfallstelle er\u00f6rtert, dabei ging man auf konkrete F\u00e4lle ein. Die Sch\u00fcler erhielten ein klares Bild davon, wie man sich korrekt an einer Ungl\u00fcckstelle verh\u00e4lt.<\/p><p>\u00dcber die Arbeit mit Komapatienten berichtete J\u00f6rg Meinhof vom Pflegedienst Odenwald. Man k\u00f6nne, erkl\u00e4rte Meinhof den Sch\u00fclern mit Nachdruck, auf vieles verzichten, jedoch nicht auf das Gehirn. Gerade bei Verkehrsunf\u00e4llen kommt es nicht selten zu Sch\u00e4delhirnverletzungen, die leider auch oftmals auch langfristige Konsequenzen f\u00fcr den Betroffenen haben. Anhand der 19-j\u00e4hrigen Patientin machte Meinhof die Auswirkungen in deutlicher Weise nachvollziehbar.<\/p><p>Breiten Raum nahm der Workshop ein, der sich mit dem Missbrauch von Drogen und Alkohol besch\u00e4ftigte. Nicht minder wichtig war die Auseinandersetzung mit dem Thema \u201eAblenkung im Verkehr\u201c. Klar, dass die Jugendlichen sofort wussten, was sich dahinter verbirgt. Tagt\u00e4glich kommt es zu Unf\u00e4llen, weil Verkehrsteilnehmer nicht auf die Stra\u00dfe, sondern aufs Handy schauen. Dass sogar Fu\u00dfg\u00e4nger abgelenkt sind, verdeutlichen die Unfallzahlen.<\/p><p>Wie gehen Angeh\u00f6rige mit der Nachricht vom Tod eines Verwandten um? Was k\u00f6nnen Jugendliche tun, wenn sie vom Tod eines Freundes h\u00f6ren? Auf diese und \u00e4hnliche Fragen gingen die Mitarbeiter der der Notfallseelsorge ein. Alle Referenten er\u00f6rterten auch das Thema \u201eZivilcourage\u201c, die sich darin manifestiert, wenn Jugendliche nicht in ein Fahrzeug einsteigen, wenn der Fahrer alkoholisiert ist. Oder wenn sie den Fahrer nachdr\u00fccklich darauf aufmerksam machen, die vorgegebene Geschwindigkeit einzuhalten.<\/p><p>Schulleiter Alexander Hauptmann dankte den Referenten f\u00fcr ihr Kommen und hob die Bedeutung des Themas hervor. Die Zehntkl\u00e4ssler seien aktive Teilnehmer im Stra\u00dfenverkehr, der viele Gefahren berge. Das Pr\u00e4ventionsprojekt diene dazu, sie f\u00fcr ein korrektes Verhalten zu sensibilisieren. Die Schule habe die wichtige Aufgabe, Sch\u00fcler aufzukl\u00e4ren und vor den Gefahren zu sch\u00fctzen. 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